Podcast zwischen Kirk und Kafka

ALIEN COVENANT: Ridley, lass es gut sein, es reicht.

Alien Covenant © 2017 Twentieth Century Fox


Kein Mut zum Risiko, keine neue Vision, more of the same, mehr vom Merchandising. Eine einzige gute neue Idee, der Rest ist auf Nummer Sicher zusammengesetzt aus den bekannten Alien-Bausteinen. Nur Michael Fassbender – diesmal in einer Doppelrolle – glänzt unübersehbar in ALIEN COVENANT. Wir wollten den Film mögen, ernsthaft. Direkt nach dem Film enttäuscht am Mikrofon: Tom, Hendrik, Harald, Dominik, Uwe und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Alien Covenant
USA 2017, 122 Min., Regie: Ridley Scott


Andere Menschen,
andere Meinungen

Die Abspanngucker sehr detailreich und letztlich wohlwollend in ihrem Podcast.

„Während Ridley Scott sich beim OG-Alien auf die Klaustrophobie des Raumschiffes und des Weltalls an sich konzentriert hat und seine Figuren ganz eigene, schweigsame Typen waren, trägt Ridley Scott beim New Born-Alien einfach zu viel auf seinem Silbertablett rum. Hier ein bisschen die Frage nach dem Ursprung der Menschheit, da ein bisschen das Machtspiel von “Gut” und “Böse” und noch eine Prise Epik reingemischt. Man spürt jede Sekunde, dass hier noch Nachfolger-Filme lauern (ja, es wird noch zwei weitere Teile geben) und das ist kein Gefühl, dass ich gerne bei einem Film habe.“
Anne-Marie Darok für Flip the Truck

„Problematisch ist dabei allerdings, dass Ridley Scott seine packende Vision nicht hemmungslos genug ausleben darf und immer wieder zu den Wurzeln des Franchise zurückkehren muss, um gleichzeitig ein rohes Survival-Drama zu inszenieren, das sich mit seiner vermeintlichen Hauptattraktion gewaltig verkalkuliert. In diesen Momenten droht Alien: Covenant förmlich auseinanderzubrechen und büßt jegliche Dynamik ein, weil plötzlich rastloser Terror gefragt ist.“
Matthias für Das Filmfeuilleton

„„Alien: Covenant“ markiert ein Kapitel in der Saga, das die Handlung nicht nur kaum weiterbringt, sondern in seiner Zerfahrenheit die Brücke zwischen Prequel und Sequel beschädigt. Es gibt Mad-Scientist- und Body-Horror-Elemente, einen vollständigen Cast, der nur als Monsterfutter herhalten soll und sonst keine bedeutende Rolle spielt, und diverse Verweise auf Kunst und literarische Werke, die zusätzliche Tiefe suggerieren sollen, aber letztlich nur leer im Raum stehen.“
Bastian G. für Filmfutter

„Ganz ehrlich: Wenn man während des Films genau hinhört, kann man Scott rufen hören: „Ist es so besser?“. Nein Ridley, ist es nicht. Leider. Vielleicht brauchen die Aliens einen wirklich radikalen Neustart – oder man sollte sie einfach zufrieden lassen.“
Sebastian Groß für Cinema Forever



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