Podcast zwischen Kirk und Kafka

„Brothers“: Das Ende des Krieges erleben nur die Toten

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus der Sneak und haben „Brothers“ gesehen. Der eine Bruder – Sam – hat alles richtig gemacht: Highschool-Liebe geheiratet, zwei süße kleine Töchter, Karriere als Offizier bei den Marines. Der andere Bruder – Tommy – gerade aus dem Knast entlassen, das schwarze Schaf, verkracht mit dem Vater. Dann die Meldung vom Tod Sams in Afghanistan. Jetzt reisst sich langsam der daheimgebliebene Tommy zusammen und versucht Verantwortung zu tragen.  Aber Sam ist gar nicht tot – und mit seiner Rückkehr bricht der Krieg auch über die Familie herein.

Im Podcast reden die Üblichen Verdächtigen auch über das Publikum in der Sneak, das nicht kompatibel war zu „Brothers“, tolle Schauspielerleistungen, konstruierte Versuchsanordnungen, menschliche Zeitbomben und über einen misslungenen Schlusssatz:

Brothers
USA 2010, 105 Min., Regie: Jim Sheridan

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Meisterlich findet Carsten (Filmstarts) den Film, aber:

„Sein verstörendes, tief berührendes Kriegs-Drama ist fast perfekt – bis zur letzten Einstellung. Ausgerechnet die Auflösung lässt die einzige kleine Schwäche des Films zu.“

Auch Elisabeth (NEGATIV) ist schwer beeindruckt von den Schauspielern:

„Zwar stellt Brothers keinen Meilenstein im Genre des Heimkehrerdramas dar, doch sind es die herausragenden Schauspielerleistungen, die den Film sehr sehenswert machen, wobei die beiden Mädchen die erwachsenen Kollegen an vielen Stellen noch zu überbieten wissen. Ihr Schmerz angesichts der Veränderung des Vaters und die Verlustängste um ihren liebgewonnen Onkel sind das, was am meisten berührt und im Gedächtnis haften bleibt.“

Ebenso Arne vom bummelkino:

„Denn das großartig aufspielende Trio – Jake Gyllenhaal, Natalie Portman und Tobey Maguire mit seiner wohl bisher besten schauspielerischen Leistung – verschaffen diesem intensiven und bisweilen schmerzhaften Drama eine außergewöhnliche Tiefe.“

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