FilmPodcast zwischen Kirk und Kitano

DOWNSIZING: Fängt klein an, kommt (mittel-)groß raus


Alexander Paynes Film startet harmlos, ja fast belanglos bis endlich Christoph Waltz und Hong Chau in die Filmhandlung eintreten und für Langweiler Paul/Matt Damon die unerwarteten Wendungen beginnen. Dann gewinnt der Film mit seinen sozialkritischen Ideen auch etwas an Schärfe. Intelligente Unterhaltung, die sehr viel mehr hätte sein können, wenn Alexander Payne mehr düstere Wirklichkeit zugelassen hätte – „Children of Men“ ist so zum Meisterwerk geworden. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Katharina P., Uwe, Harald, Tom und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Downsizing
USA 2017, 135 Min., Regie: Alexander Payne


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Downsizing erliegt dem Kleinklein und der engen Perspektive auf Paul, dessen eigener Blick so vieles nicht sieht und vor allem Anderes, Schreckliches, Trauriges, Politisches, Rassistisches, Misogynes etc. nicht als solches erkennen mag oder für normal hält. Was für ein Wunder, was für ein starker, lauter, politischer Film hätte Downsizing doch werden können, hätte man nicht nur den im Kino üblichen weißen, männlichen (heterosexuellen) Blick erlaubt, sondern ein scharfes, kritisches Auge geworfen. Dies hätte die kinematographische Metapher für die Trump-Ära werden können. Doch so ist Downsizing nur ein netter, unterhaltsamer Film.“
Beatrice Behn für kino-zeit.de

„Vielleicht ist dabei nicht jedes Detail bis in die letzte Konsequenz durchdacht, aber „Downsizing“ liefert jedem Kinozuschauer, ähnlich wie der apokalyptische „Children of Men„, jede Menge Stoff zum Nachdenken. Ein Film, der brennend aktuelle Probleme unserer Tage zur Diskussion stellt und den Finger dabei immer wieder in Wunden legt. Dass er dabei auch den Humor nicht zu kurz kommen lässt und das Ganze mit den Mitteln des Unterhaltungsfilms transportiert, macht ihn umso interessanter.“
Frank Brenner für mehrfilm.de

„Über weite Strecken agiert Downsizing furchtbar mutlos. Eine Satire also, die sich nicht traut, dorthin zu gehen, wo es wehtun und ihre Zuschauer durchgehend in deren Komfortzone verweilen lässt. Das wäre zu verschmerzen, würde Payne wenigsten den tragisch-komischen Aspekt seiner Geschichte geltend machen – doch auch der verflüchtigt sich zusehends in der Belanglosigkeit seiner uninteressanten Figuren.“
Dominic Hochholzer für cinema forever

„Allen voran glänzen Hong Chau und Christoph Walz im exzentrischen Chaos, das gelegentlich der gleichen Willkür folgt, mit der sich Udo Kier ins Szenenbild schleicht, ehe er es kurz darauf wieder verlässt, als hätte er sich im Set geirrt.“
Matthias Hopf für Das Film Feuilleton



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