Liebe Tai Chi-Adepten

China – aufstrebende Macht und Gastgeber der Olympischen Spiele: Im Spannungsfeld zwischen Menschenrechtsverletzungen, Doping und einer faszinierenden Kultur schreiben die SchönerDenker Briefe in die chinesische Gegenwart.
Liebe Adepten der chinesischen Kampfkunst “Tai Chi”!
Seit Jahren seid Ihr damit befasst, langsame, zeitlupenhafte Bewegungen zu erlernen, die nicht nur den Körper stärken sondern auch den Geist entschleunigen. Ihr müht Euch redlich im Schweiße Eures Angesichts, diese jahrtausende alte Kunst der Meditation in Bewegung als Tai Chi Chuan oder Qi Gong zu erlernen. Und wenn Ihr in Euch selbst versunken dem Gefühl einer vollkommenen Achtsamkeit nachspürt, denkt Ihr an die unzähligen Chinesen, die allmorgendlich in Parks oder an weniger idyllischen Orten die selben Bewegungen ausüben, und so nicht nur etwas für sich selbst sondern auch für die Umwelt und Gesellschaft tun; denn je mehr Angehörige einer Gesellschaft auf diese Weise meditieren, um so besser wird diese Gesellschaft insgesamt – so der Glaube der Tai Chi-Adepten.








