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	<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Vom Ärger am Ende des Tunnels: &#8220;Krieg der Seelen&#8221;, der neue Roman von Iain Banks</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 22:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hendrik taucht ein in den neuesten Kultur-Roman von Iain Banks, „Krieg der Seelen“ (Surface Detail) Es ist – ein weiteres Mal – ein bisschen komplizierter als ein simpler Kampf Gut-gegen-Böse, obgleich es doch um die Existenz von Himmeln und Höllen (vor allem Letztere) geht, und das ist schließlich eines der ältesten und vertrautesten Gut-gegen-Böses, das [...]]]></description>
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		<title>LIFE: &#8220;Ich bin völlig fertig von dieser Folge &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 22:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an. DREIUNDZWANZIGSTE EPISODE: TRAPDOOR &#8211; RUSSENDISKO Endlich! Der weißgekleidete Teufel ist wieder da, und wie wir schon in der fünften Folge „Gefallener Engel“ vermutet haben, ist dieser eiskalte, hochstilisierte und hochästhetische Verbrecher keine Eintagsfliege bei „Life“ – im Gegenteil: Roman Nevikov (Garret Dillahunt) [...]]]></description>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

DREIUNDZWANZIGSTE EPISODE: TRAPDOOR &#8211; RUSSENDISKO
Endlich! Der weißgekleidete Teufel ist wieder da, und wie wir schon in der fünften Folge „Gefallener Enge[...]</itunes:subtitle>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

DREIUNDZWANZIGSTE EPISODE: TRAPDOOR &#8211; RUSSENDISKO
Endlich! Der weißgekleidete Teufel ist wieder da, und wie wir schon in der fünften Folge „Gefallener Engel“ vermutet haben, ist dieser eiskalte, hochstilisierte und hochästhetische Verbrecher keine Eintagsfliege bei „Life“ – im Gegenteil: Roman Nevikov (Garret Dillahunt) wird uns wohl noch eine Weile begleiten, denn ganz offensichtlich hat er auch etwas mit Crews‘ ureigenstem Fall zu tun &#8230; Diesmal werden Reese und Crews zu Nevikov geführt, da ein rätselhafter Mord an drei Bauarbeitern auf die russische Mafia in L.A. verweist &#8230;
Zitat aus der Serie:
&#8220;Buddha sagt: Jeder Fehler ist eine Wiedergeburt.&#8221;
In der nächsten Folge schauen sich die Serienflittchen die 24. Episode “Re-Entry &#8211; Notlandung” an (02X13). Bleiben Sie also an den Empfangsgeräten und schalten Sie am nächsten Dienstag wieder ein.</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>TV-TIPP &#8220;Abgedreht&#8221;: Magnetische Momente</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fernsehtipp Montag &#124; 14. April 2012 &#124; 23.20 Uhr &#124; SWR Hendrik und Thomas sehen &#8220;Abgedreht&#8221; Zwei Looser aus einer heruntergekommenen New Yorker Vorstadt löschen aus Versehen alle Kassetten einer kleinen Videothek &#8211; und sie kommen auf die verrückte Idee, die Filme einfach neu zu drehen. Das hat den unvergleichlichen Charme einer Kinderspielfantasie &#8211; und [...]]]></description>
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Hendrik und Thomas sehen &#8220;Abgedreht&#8221;

Zwei Looser aus einer heruntergekommenen New Yorker Vorstadt löschen aus Versehen alle Kassetten einer kleinen Videothek &#8211; u[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Fernsehtipp Montag &#124; 14. April 2012 &#124; 23.20 Uhr &#124; SWR
Hendrik und Thomas sehen &#8220;Abgedreht&#8221;

Zwei Looser aus einer heruntergekommenen New Yorker Vorstadt löschen aus Versehen alle Kassetten einer kleinen Videothek &#8211; und sie kommen auf die verrückte Idee, die Filme einfach neu zu drehen. Das hat den unvergleichlichen Charme einer Kinderspielfantasie &#8211; und es ist als ob die beiden Freunde die gesamte Filmkunst und Filmgeschichte wieder auf das Wesentliche reduzieren. Und das alles läuft mit einem Turbomotor namens Jack Black, der ganz offensichtlich nicht einmal durch starke Stromschläge zu bremsen ist.
Die Liste der &#8220;geschwedeten&#8221; Filme ist lang, man sieht &#8220;Ausschnitte&#8221; aus Men in Black, Ghostbusters, Rush Hour 2, 2001 &#8211; Odyssee im Weltraum, Miss Daisy und ihr Chaffeur, Der Herr der Ringe (alle Teile) &#8230; die Liste nimmt kein Ende und immer sind die Filme auf ihre simpelsten, stärksten Bilder beschränkt. Ein Riesenspaß, vor allem für Filmfreunde, weil der Film hemmungslos Schabernack treibt mit dem, was seine Macher offenbar aus vollem Herzen lieben: dem Kino.

Andere Meinung

Aus der Süddeutschen:
&#8220;Der neue Kult des Filme-&#8221;Schwedens&#8221;: Schwedest du mit mir? Nicht das Land. Die Tätigkeit. Ich schwede, du schwedest, alle schweden. Nie gehört? Gibt&#8217;s auch erst seit Michel Gondrys Film &#8221;Abgedreht&#8221;: Amateure spielen im Netz Blockbuster nach.&#8221;
Dieser Beitrag erschien zuerst am 11. April 2008.</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Prof. Pu macht Pause &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 22:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<title>TV-TIPP &#8220;Der goldene Kompass&#8221;: Schnelldurchlauf der schönen Bilder</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 08:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fernsehtipp Samstag &#124; 12. April 2012 &#124; 20.15 Uhr &#124; SAT1 Gerade gesehen: Thomas über &#8220;Der Goldene Kompass&#8221; Bei aller Filmliebhaberei wollen wir ja mal nicht vergessen, dass Kino ein Geschäft ist. Ein Unternehmen investiert zum Beispiel 150 Millionen Dollar – in der Hoffnung, das Geld mit einer fetten Rendite zurückzubekommen. Das Genre muss im [...]]]></description>
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Gerade gesehen: Thomas über &#8220;Der Goldene Kompass&#8221;
Bei aller Filmliebhaberei wollen wir ja mal nicht vergessen, dass Kino ein Geschäft ist. Ein Unternehmen investiert[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Fernsehtipp Samstag &#124; 12. April 2012 &#124; 20.15 Uhr &#124; SAT1

Gerade gesehen: Thomas über &#8220;Der Goldene Kompass&#8221;
Bei aller Filmliebhaberei wollen wir ja mal nicht vergessen, dass Kino ein Geschäft ist. Ein Unternehmen investiert zum Beispiel 150 Millionen Dollar – in der Hoffnung, das Geld mit einer fetten Rendite zurückzubekommen. Das Genre muss im Trend liegen, große Stars dürfen nicht fehlen und die obligatorischen Spezialeffekte sollten vom Feinsten sein. Nach diesem verständlichen Kalkül ist New Line Cinema vorgegangen. Sie springen mit dem Goldenen Kompass auf einen Zug auf, den sie selbst mit dem Herrn der Ringe erst so richtig in Schwung gebracht haben: Fantasy-Verfilmungen im großen Stil, am liebsten Dreiteiler. Als Vorlage dient Philip Pullmans Romantrilogie &#8220;His Dark Materials&#8221;, die – wie soll man es sagen – eher interessant als großartig ist.

Pullman beschreibt eine von vielen Parallelwelten, verbunden durch eine magische Substanz, den so genannten Staub. Ein junges Mädchen wird auf eine Quest geschickt, begleitet von ihren treuen Gefährten und muss mit Hilfe des geheimnisvollen Alethiometers, des so genannten Goldenen Kompass, die Welt retten. Die Ausgangsbasis ist also wenig spektakulär und nicht wirklich originell. Lesenswert wird der Roman allerdings durch Pullmans humanistische Perspektive. Er hat eine gesunde Abneigung gegen religiöse Herrschaft und führt daher das so genannte Magisterium in seine Geschichte ein – eine Organisation, die absolute religiöse und weltliche Macht vereint. Pullmans Kritik an theokratischen Systemen ist klug und verleiht dem Roman erst Bedeutung. Und der Film?

Im Film kann die Kritik an kirchlicher Macht natürlich nicht gleichermaßen im Vordergrund stehen. Stattdessen Abenteuer und Magie. Und das sieht wunderbar aus: Das Produktionsdesign ist auf allerhöchstem Niveau: Da wird eine gelungene Mischung aus Art deco, fin de siecle und Jugendstil mit Steampunk zelebriert – prächtige selbstfahrende Kutschen, Zeppeline und andere Luftschiffe, englische Städte mit wundervoller Architektur, wunderbare Kostüme, alles bis ins Detail liebevoll gestaltet und in keinem Moment übertrieben. Da ist definitiv ein Academy Award fällig.

Auf gleichem, beeindruckend hohen Niveau bewegen sich die Schauspieler. Überstrahlt wird das Ensemble von der Brillanz einer Nicole Kidman, die ihrer undurchschaubaren, bedrohlichen Figur überraschend intensives Leben einhaucht. Und Blue Dakota Fanning Richards (Danke für den Hinweis an Pantalaimon, siehe Kommentar) gibt der 12-jährigen Heldin Lyra Belacqua, was Pullman ihr nicht verleihen konnte: Glaubwürdigkeit. Von Daniel Craig schließlich hätte man gerne noch viel mehr gesehen. Ganz edel auch die Computeranimationen – alle Tiere sehen so echt aus und bewegen sich so natürlich, dass man schnell vergisst, dass sie aus Nullen und Einsen bestehen. Also ein ungetrübtes Kinovergnügen? Dann doch nicht ganz.


Regisseur und Drehbuchautor Chris Weitz lässt sich nicht genug Zeit. Die häufig erprobte Geduld der Kinobesucher beträgt etwa drei Stunden. Die nutzt Weitz bei weitem nicht aus. Stattdessen verzichtet er einfach auf Atempausen. Und das kratzt sehr am Charme des Films. Schöne Einfälle fallen diesem atemlosen Schnelldurchlauf dabei ebenso zum Opfer wie ruhige Momente, in denen man dem Gefühlsleben der Protagonisten hätte näher kommen können. Ein Beispiel: Der König der Eisbären wäre gern ein Mensch und deswegen wünscht er sich nichts sehnlicher als einen Seelendämon, wie ihn alle Menschen in Lyras Welt haben. Als Lyra dem Bärenkönig gegenüber steht, sitzt er auf seinem Thron und spielt – wie ein großes, unglückliches Kind – mit einer kleinen Puppe, ein schattenhafter Ersatz für den so schmerzhaft vermissten Seelendämon. Statt aber mit diesem wunderbaren Detail zu spielen, schwenkt die Aufmerksamkeit sofort wieder auf Lyras Listen, auf ein Bärenduell, auf eine Verfolgungsjagd, und und und – Weitz hat den Finger ständig auf der Vor[...]</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Buch, Kino, Podcast</itunes:keywords>
		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>César Aira wird vorgestellt: 1. Gedanken zur Novelle</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Goetz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein kleines Jubiläum: der eintausendste Artikel auf SchönerDenken. Zur Feier entführt uns Götz in die Welt des Schriftstellers César Aira &#8211; in einem Interview und fünf Beiträgen. Der Schriftsteller, der hier vorgestellt werden soll, hat den Begriff der „schlechten Literatur“, der literatura mala, zu seinem Leitstern erkoren. Dennoch zählt er zu den wichtigsten Autoren Südamerikas [...]]]></description>
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Der Schriftsteller, der hier vorgestellt werden soll, hat den B[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Ein kleines Jubiläum: der eintausendste Artikel auf SchönerDenken. Zur Feier entführt uns Götz in die Welt des Schriftstellers César Aira &#8211; in einem Interview und fünf Beiträgen.

Der Schriftsteller, der hier vorgestellt werden soll, hat den Begriff der „schlechten Literatur“, der literatura mala, zu seinem Leitstern erkoren. Dennoch zählt er zu den wichtigsten Autoren Südamerikas und gilt als Nobelpreiskandidat. Das ist ihm wiederum egal, denn es heißt, dass er nicht nach Ruhm strebt und den öffentlichen Auftritt scheut.

Seit langem habe ich kein Buch eines mir bisher unbekannten Autors mehr gelesen, das in mir die Absicht hinterließ, ich müsse nun so gut wie alles von diesem Schriftsteller kennen lernen. César Aira wurde 1949 in der Provinz Buenos Aires geboren und trat in seinen Dreißigern als Autor hervor, nachdem er bis dahin als Übersetzer gearbeitet hatte, unter anderem von Werken Kafkas und Stephen Kings, was durchaus Rückschlüsse auf sein eigenes Schreiben zulässt, das gedankentiefe, wie im Traum gesponnene Geschichten mit manchmal greller Unterhaltsamkeit und Spannung zu verbinden weiß. Schon mehrfach wurde die Suchtqualität von Airas Werk von prominenter Seite, etwa von Roberto Bolano, hervorgehoben.
Zweiter Band aus der Serie &#8220;Tausendundein Buch&#8221;.
Im Rahmen der Berichte zur Frankfurter Buchmesse 2010 begegnete mir Airas Name erstmals. Mich sprach der Titel „Humboldts Schatten“ an und ich besorgte mir die etwa 90 Seiten umfassende Novelle, die im Original unter dem Titel „Un episodio en la vida del pintor viajero“ (also wörtlich „Eine Episode aus dem Leben eines Reisemalers“) im Jahr 2000 erschienen war. Ihr Held ist der 1802 in Augsburg geborene Johann Moritz Rugendas, eine historische Persönlichkeit.
Rugendas stammte aus einer Künstlerfamilie, die seit mehreren Generationen angesehene Genremaler hervorgebracht hatte. Jahrelang bereiste er Südamerika, dessen Landschaften, Menschen, Tiere, Pflanzen und Sitten er inspiriert von der wissenschaftlichen Methode Alexander von Humboldts in tausenden von Arbeiten festhielt. Umgekehrt bewunderte Humboldt auch Rugendas, den er als „Schöpfer und Vater der Kunst der malerischen Darstellung der Physiognomie der Natur“ bezeichnete, wie es in Airas Novelle heißt. Nach Humboldts Ansicht sollte der Kunstgeograph, als den er Rugendas sah, also das Gesicht einer Landschaft darstellen. Der Begriff des Gesichts ist ein Leitmotiv der Novelle, in deren Verlauf Rugendas sein äußeres Gesicht verliert, um zugleich ein inneres „Gesicht“ zu gewinnen.
Die Prosaform der Novelle hat in den vergangenen Jahren ein Revival erlebt. Lange galt sie wohl als antiquiert, als klassische Gattung des 19. Jahrhunderts mit einigen Ausläufern im 20. Jahrhundert. Nach dem 2. Weltkrieg lief ihr die in der amerikanischen Literatur hervorgebrachte Kurzgeschichte den Rang ab, von der sie sich eindeutig abgrenzen lässt, wie auch von der Erzählung, der sie die artistische Konsequenz voraushat. Und manchmal wurden auch noch Novellen geschrieben, ohne dass ihre Autoren sie offiziell so bezeichnen wollten. Nach all den formalen Wagnissen, die das Erzählen in den vergangenen hundert Jahren eingegangen war, kann es sein, dass einige Schriftsteller sich nach einer Übung in Klarheit und Strenge sehnten. Zugleich stellt die Wahl der Gattung Novelle per se einen Kommentar zu unserer immer weiter zerfasernden, immer komplexeren und tatsächlich verrückten Wirklichkeit dar.
Wer eine Novelle schreibt, setzt also unabhängig von ihrem Inhalt immer schon ein Zeichen. Er will mittels eines Textes, der ganz und gar, in jedem Satz von Formwillen geprägt ist, Unwesentliches ausschließt und sich keine Nachlässigkeiten erlaubt, das Individuum im Kampf mit seine Autonomie bedrängenden Mächten zeigen und lässt es darin unterliegen oder triumphieren.
Es gab zuletzt Wochen, da musste man nur die Literaturseiten gleich welcher Zeitung aufschlagen, um auf den Begriff „Novelle“ zu stoßen; er scheint also in der Luft zu l[...]</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>LIFE: &#8220;Die &#8216;Beverly Hills Fürsorge&#8217; ist ein Widerspruch in sich &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an. ZWEIUNDZWANZIGSTE EPISODE: CANYON FLOWERS &#8211; DURCH DIE BLUME Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Museum für obskure und skandalumwitterte Morde. Mit einem solchen Mord bekommen es Reese und Crews zu tun: Um den Kopf einer in einem Vorgarten bis zum Hals eingegrabene [...]]]></description>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

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Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Museum für obskure und skandalumwitterte Morde. Mit einem[...]</itunes:subtitle>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

ZWEIUNDZWANZIGSTE EPISODE: CANYON FLOWERS &#8211; DURCH DIE BLUME
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Museum für obskure und skandalumwitterte Morde. Mit einem solchen Mord bekommen es Reese und Crews zu tun: Um den Kopf einer in einem Vorgarten bis zum Hals eingegrabene Leiche wurden Blumen arrangiert &#8230; Auch Crews eigene Ermittlungen, die seit zwei Folgen wieder Fahrt aufgenommen haben, bekommen richtiges Tempo, erreichen einen Höhepunkt. Zitat aus der Serie:
&#8220;Das ist kein Fußball! Auch kein Kürbis.&#8221;

In der nächsten Folge schauen sich die Serienflittchen die 23. Episode “Trapdoor : Russendisko” an (02X12). Bleiben Sie also an den Empfangsgeräten und schalten Sie am nächsten Dienstag wieder ein.</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Hendriks 1999: ein Kinojahrgang auf dem Prüfstand</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 07:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab mit der Liste der Filme aus 1999 in die Badewanne, und eine etwas aufgeweichte halbe Stunde später weiß ich: Ich erinnere aus 1999 knapp vierzig Filme, und darunter sind sogar fünf Höchstwertungskandidaten! AU WANGE! Aber fangen wir hinten an, mit der Kategorie „Wo bitte kann ich mir die solcherlei vergeudete Lebenszeit erstatten lassen?“: Allen [...]]]></description>
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		<title>LIFE: &#8220;Ich wollte immer ein Indianer sein &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 07:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an. EINUNDZWANZIGSTE EPISODE: EVIL &#8230; AND HIS BROTHER ZIGGY &#8211; HALBBLUT Wir verlassen L.A. und finden uns in der Welt eines Indianerreservats wieder. Hier wird ein ermordeter Polizist des LAPD entdeckt. Reese und Crews, auf den Fall angesetzt, werden von der reservatseigenen Polizei [...]]]></description>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

EINUNDZWANZIGSTE EPISODE: EVIL &#8230; AND HIS BROTHER ZIGGY &#8211; HALBBLUT
Wir verlassen L.A. und finden uns in der Welt eines Indianerreservats wieder. Hier [...]</itunes:subtitle>
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Die Serienflittchen sind wieder zu Gast bei SchönerDenken und schauen sich “Life” an.

EINUNDZWANZIGSTE EPISODE: EVIL &#8230; AND HIS BROTHER ZIGGY &#8211; HALBBLUT
Wir verlassen L.A. und finden uns in der Welt eines Indianerreservats wieder. Hier wird ein ermordeter Polizist des LAPD entdeckt. Reese und Crews, auf den Fall angesetzt, werden von der reservatseigenen Polizei nicht gerade mit offenen Armen empfangen, denn auf indianischem Territorium gilt kein US-Recht&#8230;
Zitat aus der Serie:
&#8220;Ich bin mir sicher, für einen Cheeseburger Bacon braucht man keine Bienen.&#8221;
In der nächsten Folge schauen sich die Serienflittchen die 22. Episode &#8220;CANYON FLOWERS : DURCH DIE BLUME&#8221; an (02X11). Bleiben Sie also an den Empfangsgeräten und schalten Sie am nächsten Dienstag wieder ein.</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Nellie Bly: Girl Stunt Reporter</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt: &#8220;Zehn Tage im Irrenhaus&#8221; von Nellie Bly Man kann Nellie Bly eine Urahnin von Günter Wallraff nennen. Die junge New Yorker Reporterin wagte sich als Erste an das heran, was man heute „Investigativen Journalismus“ nennt: Am 22. September [1887] wurde ich von der New York World gefragt, ob ich mich in eine [...]]]></description>
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Man kann Nellie Bly eine Urahnin von Günter Wallraff nennen. Die junge New Yorker Reporterin wagte sich als Erste an das heran, was man heute „Investigativen Journalismus“ nen[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: &#8220;Zehn Tage im Irrenhaus&#8221; von Nellie Bly


Man kann Nellie Bly eine Urahnin von Günter Wallraff nennen. Die junge New Yorker Reporterin wagte sich als Erste an das heran, was man heute „Investigativen Journalismus“ nennt:
Am 22. September [1887] wurde ich von der New York World gefragt, ob ich mich in eine der New Yorker Anstalten für Geisteskranke einweisen lassen könnte, um einen schlichten und ungeschminkten Bericht über die Behandlung der dortigen Patientinnen, die Methoden der Verwaltung usw. zu verfassen. Ob ich den Mut hätte, mich derart hart auf die Probe stellen zu lassen, wie es dieser Auftrag verlangte? Könnte ich die Merkmale des Wahnsinns gut genug vortäuschen, um die Ärzte zu überzeugen und um eine Woche unter den Verrückten zu leben, ohne dass die Aufseher dort herausfänden, dass ich bloß ein Störenfried war, der sich Notizen macht?
Nellie beginnt vor dem Spiegel ihr Irre-Sein zu üben, nicht ohne immer wieder daran zu zweifeln, ob sie es ins Irrenhaus schaffen wird. Vor allem aber hat sie Furcht, dort nicht wieder heraus zu kommen. Sie denkt sich eine Legende aus und bittet in einem Wohnheim für Arbeiterinnen um ein Zimmer, um dort dann die Verrückte zu mimen. Es gelingt ihr, den Mitbewohnerinnen und der Hausleitung durch ihr Verhalten so viel Angst einzujagen, dass sie tatsächlich von einem Richter in die Irrenanstalt von Blackwell’s Island eingewiesen wird. Was ihr in den nächsten Tagen dort widerfährt, ist erschreckend und genau so, wie man sich Irrenanstalten des 19. Jahrhunderts immer vorgestellt hat. Aufseherwillkür, Gewalt, schlechtes Essen, Kälte, vor allem aber keinerlei Betreuung, von Behandlung ganz zu schweigen. Und dazwischen immer wieder Frauen, die gar nicht geistig gestört sind, sondern durch unglückliche Umstände in die Anstalt kamen.
Von dem Moment an, da ich die Station für Geisteskranke auf der Insel betrat, machte ich keinen Versuch mehr, meine Rolle der Geisteskranken weiter aufrechtzuerhalten. Ich redete und verhielt mich genau so, wie ich es auch sonst im Alltag tue. Und doch, so merkwürdig es klingt: Je vernünftiger ich redete und handelte, für desto verrückter hielt man mich (&#8230;)
Nach zehn Tagen wird sie von einem Anwalt aus der „menschlichen Mausefalle“ befreit, wie sie die Irrenanstalt nennt. Und empfindet sich als egoistisch, weil sie ihre bedauernswerten Mitgefangenen im Stich läßt. Immerhin, vier Tage vor Veröffentlichung ihres spektakulären Artikels im Oktober 1887, wurde der Etat für die „sozialen“ Einrichtungen New Yorks um 1,5 Millionen Dollar erhöht.
Nellie Bly war eine der ersten „Girl Stunt Reporter“, die verdeckt über Missstände in den Großstädten berichteten. Ende des 19. Jahrhunderts boomte in den USA das Zeitungswesen und die Journalistinnen mussten sich nicht mehr nur mit Mode- und Gartenartikel begnügen.
Interessant liest sich Blys Reportage in ihrer Mischung aus Naivität, Berufenheit und einem Hauch Sensation. Sprachlich meilenweit entfernt von einem Egon Erwin Kisch, ist es doch ein kleines Stück Pressegeschichte, sehr schön aufbereitet, mit vielen erhellenden Anmerkungen und einem erläuterndem Nachwort.
Nellie Bly
Zehn Tage Irrenhaus
Übersetzung und Nachwort von Martin Wagner
AvivA € 18,50
978-3-932338-48-9
www.nellieblyonline.com
Quelle: Petra Unger/SchönerDenken
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