Wenn die Knochensäge heißläuft
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 12.März 2009
Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Der Knochenmann”.


Eigentlich sucht der Brenner nur einen Mann, der mit den Abzahlungen für seinen Wagen überfällig ist. Aber erstens findet er den Mann nicht und zweitens bleibt er im Löschenkohl hängen, einem Gasthof in Niederösterreich. Das liegt auch an der feschen Wirtin. Ihr Schwiegervater ist der Wirt vom Löschenkohl und nicht alles, was durch dessen Knochenmühle läuft, gehört auch dahin …
“Der Knochenmann” ist großartiges deutschsprachiges Kino, nach dem schwarzhumorigen Roman des Krimischriftstellers Wolf Haas, fantastisch besetzt mit Hader, Bierbichler und vielen anderen. So schrecklich und schrecklich absurd wie das Leben selbst, nichts für schwache Nerven zwar, aber unbedingt sehenswert.
Auf dem Programm standen 13 Milliarden Jahre in 90 Minuten und die Frage “Können wir wissen, was wir wissen?”. Eine leistbare Aufgabe für den Medienprofessor aus München. Leschs Einstieg in das Thema rührte an das Kernproblem des Themas. Kann die Astronomie als die Wissenschaft vom universalen Gestern wirklich den Ursprung der Welt erklären? Der Urknall als Initialzündung von Zeit und Raum fordert nicht nur die Vorstellungskraft heraus, er wirft auch methodische Fragen auf. Baryionen, Leptonen, Higgs-Teilchen und vieles mehr scheinen Beschwörungsformeln einer Geheimwissenschaft zu sein. Einer “arcana imperii”, zu der nur der Eingeweihte Zutritt hat. Leschs Antwort darauf lautete: Physik und damit auch die Astronomie, ist eine rationale Wissenschaft. Ihre Modelle sind logisch und damit für jedermann nachvollziehbar.







