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“The Avengers”: Wenn der Hulk den Loki …
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 4.Juni 2012
Nicht alles lief rund bei Marvels Superheldenfilmen: Thor hat eine dämliche erste Hälfte, Captain America hatte seine Momente aber mehr nicht, nur der erste Iron Man war ein perfekter Spaß. Der Ausnahmefilmemacher Joss Whedon hat es jetzt geschafft, alle diese Fäden zusammenzubringen und genau das augenzwinkernde Popcornkinospektakel abzuliefern, das wir uns erhofft hatten. Und wenn zu gut gesetzten Dialogen und den großen Bildern dann noch der Gänsehaut-Score von Alan Silvestri kommt, dann lehnt sich der Superheldenkinofreund zufrieden lächelnd in seinem Kinosessel zurück. Im Podcast reden die Üblichen Verdächtigen über gute Schauspieler, 3D, die Robert-Downey-Jr-Show, Stilsicherheit und furchteinflößende Logistik:
Die Üblichen Verdächtigen über die bisherigen Marvel-Superheldenfilme: Iron Man / Iron Man 2 / Thor / Captain America
Text und Podcast stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
The Avengers
USA 2012, 142 Min., Regie und Drehbuch: Joss Whedon
Schlagwörter: Joss Whedon, Superhelden, Thomas








… ich widerspreche Euch selten, aber dann zuweilen mit genüsslicher Vehemenz. Nein, dieser Film hat mir absolut nicht gefallen. Da ich nur einen Teil der Filme kannte, auf die Bezug genommen wird, empfand ich den Anfang schonmal als recht brüskierend – eine stundenlange Exposition hätte nicht sein müssen, aber so kam ich mir vor, als hätte ich völlig nüchtern gegen Mitternacht ein Bierzelt betreten. Mit gehörigem Kawuppdich ging’s dann tricktechnisch einwandfrei zur Sache, aber außer zuweilen etwas originelleren Ausarbeitungen des freien Themas Heldenkloppe ist für mich vor lauter Action nix passiert: kein echter Dialog, keine echten Figuren, nur Gehampel und ab und zu coole Sprüche. Irgendwann dachte ich nur noch “Jou, wie bei Tom und Jerry”, und da hätte mich dann auch nicht mehr gewundert, wenn’s nach der obligatorischen Fortsetzungsanmoderation mit Udo Jürgens’ Stimme geheißen hätte “Vielen Dank für die Blumen / vielen Dank, wie lieb von Dir…”.
Schade, denn Joss Whedon war einer von ganz Wenigen, denen ich zugetraut hätte, mich hier zu überzeugen; gegen ein Ründchen gepflegtes B-Movie habe ich ja schließlich gar nix einzuwenden…