FilmPodcast zwischen Kirk und Kitano

LOGAN: „In the real world people die“

Hugh Jackman als Wolverine in "Logan" © Twentieth Century Fox 2017


Es sind die Details, die uns gefallen haben und die Fähigkeit von Regisseur James Mangold Elemente des Autorenfilms in das Superheldengenre einzuschmuggeln. Dadurch erhalten die Charaktere, die ohnehin schon am stärksten berührt haben, jetzt noch mehr Tiefe und den denkbar besten Abgang aus dem X-Men Cinematic Universe. Wolverine und Xavier kommen in einem staubigen, dystopischen Amerika an das Ende ihres Weges – blutig, elegisch, sehenswert. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Hendrik, Harald, Uwe und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Logan (Logan. The Wolverine.)
USA 2017, 138 Min., Regie: James Mangold


Andere Menschen,
andere Meinungen

Zuallererst den Podcast der Abspanngucker anhören.

„… Zumal Jackman hier nicht nur seinen besten Auftritt als Wolverine hinlegt, sondern eine der besten Leistungen seiner Karriere. Er spielt die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, die Müdigkeit und das Alter seiner Figur so herzzerreißend, dass man immer wieder kaum glauben mag, was aus dem einst so schnippischen, zornigen Helden geworden ist. Als echtes Juwel in LOGAN entpuppt sich allerdings Neuentdeckung Dafne Keene.“
Marco Mewes für Duoscope

„Alle eingefleischten Mainstream-Gucker dürfen sich dank der formalistischen Standardware endlich wie Arthouse-Anhänger fühlen, ohne ein Schwarz-Weiß-Bild oder komplexe Charaktere aushalten zu müssen. Logans Worte über abgewetzte X-Men-Comics passen perfekt auf den in der cleveren Werbekampagne suggerierten Tiefgang, mit dem James Mangold das Publikum lockt: „Das ist Eiscreme für Bettnässer.“
Lida Bach für Moviebreak

„Mangold zieht mit Logan den perfekten Schlussstrich für die X-Men. Von allen Mutanten und Superhelden zeichneten sie sich schon immer als diejenigen aus, die Zeit ihres Lebens um ihre Würde und Menschlichkeit gekämpft haben. Die Würde nimmt ihnen der Film nicht, vielmehr erlaubt er ihnen, ihre Würde und  Menschlichkeit zur Gänze auszuspielen und um sie zu kämpfen. Ein würdiger und überraschend trauriger Abgang. Zwischen all den andern Posern, Protzern und Supermegahelden wird man sie vermissen.“
Beatrice Behn für kino-zeit

„Dass Logan in Deutschland eine 16er-Freigabe erhält, hat die anderen Journalisten in der Pressevorführung genauso überrascht wie mich. Meine Güte, ist dieser Film brutal! Wer in der Vergangenheit die Augen darüber gerollt hat, dass Film-Wolverine mit seinen Krallen vergleichsweise harmlose Wunden reißt, der bekommt hier die lang ersehnte Abrechnung: In Logan wird geflucht, getötet, zerfetzt und jede Menge Blut vergossen. Insgesamt avanciert das Spektakel ohne Zweifel zu einem der brutalsten Superhelden-Filme überhaupt, wenn nicht gar zum brutalsten.“
Dimitry Halley für Gamestar

„Die X-Men-Filme funktionierten schon immer als Außenseiter-Parabel und führen dies unter James Mangold (Wolverine: Weg des Kriegers) im Kontext einer verfeindeten Welt fort, die in ihrem beiläufigen Worldbuilding nicht selten an eine futuristischere Version des diesjährigen Oscar-Kandidaten Hell or High Water erinnert. Die Mutanten sind Geflüchtete, endgültig Verstoßenen der Gesellschaft.“
Hardy Z. für Filmfutter


Der Trailer

Die Analyse von Nerdkultur


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