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Das erste japanische Netflix-Original: HIBANA (Nippon Connection 2016)

Nippon Connection 2016Hibana © Netflix



Mit gehörigem Stolz und Enthusiasmus präsentierten einige Mitwirkende – darunter einer der fünf Regisseure und die beiden Hauptdarsteller – auf der großen Nippon Connection-Bühne die erste eigenproduzierte zehnteilige Miniserie von Netflix Japan. In der Serie geht es um den Werdegang zweier Manzai-Künstler – Manzai ist eine in Japan populäre spezielle Form von Stand-Up Comedy, bei der es um eine bestimmte Art schnellen verbalen Pointenaustausches zwischen zwei Sprechern geht. Wir haben uns mit Tanuki Republic die ersten beiden Episoden der Serie angesehen.

Schon dass man in Europa den Begriff des Manzai erklären muss, offenbart eines der möglichen Exporterfolgsprobleme der Serie, die sich davon abhängig macht, dass man schon ein wenig weiß, worum sich die Leidenschaft der beiden Hauptfiguren – dem jungen, zunächst noch sehr naiven Tokunaga und seinem älteren zynischen Idol Kamiya – überhaupt rankt. Denn nur dann wird es erst reizvoll, den Weg der beiden Hauptfiguren über die insgesamt 530 Minuten der kompletten Serie zu begleiten. Falls es nun der ersten Episode einer Miniserie nicht gelingt, diese Leidenschaft zu vermitteln – gibt man der zweiten noch eine Chance? Gelingt es auch der zweiten nicht – wer schaut noch die dritte? Was an Hibana für uns funktionierte und was nicht, und wer wie viele Episoden durchhielt, darüber reden wir im Podcast mit den Japan-Experten Brian Ackermann und Lukas Laier von Tanuki Republic.


Mehr über Hibana

Rückblick auf das Hibana – Filmemachergespräch mit Kento Hayashi und Kazuki Namioka auf Sumikai

„Die Zielgruppe von Hibana auf Netflix dürfte sich zahlenmäßig mit einer Gruppe Einradfahrer auf einem Harley Davidson-Treffen decken, aber hey: Noch ist Netflix so etwas fast egal, denn es zählt, den Katalog so voll zu packen, dass er die Konkurrenz übertrifft.“ (morgvom.org)

„Durch den Kniff, dass HIBANA: SPARK eine Geschichte von Freundschaft mit den Konventionen eines Liebesfilms erzählt, ist nicht nur das Grundthema der manzai-Kultur eine Seltsamkeit, auf die sich nicht-japanische Zuschauer einlassen müssen, auch die Form der Serie fordert heraus und unterläuft gekonnt etwaige Vorannahmen.“ (blickabtausch)


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Hibana (Folge 1 und 2)
Japan 2015, 2 x 50 Min., Regie: Ryuichi HIROKI und andere


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