Podcast zwischen Kirk und Kafka

„Nocturnal Animals“: Kunst mit dem Vorschlaghammer

Nocturnal Animals © 2017 Universal Pictures International


Susan ist als Expertin und Einkäuferin für ein großes Kunstmuseum am Ziel ihrer Träume angekommen. Wenig überraschend: Sie ist unglücklich – ihr attraktiver Mann betrügt sie und dann bekommt sie auch noch Post vom Ex-Mann. Die Kunstwelt ist – wenig überraschend- kühl, die Dialoge hölzern.

Dann fängt Susan an das Manuskript ihres Ex-Manns zu lesen – hier in der zweiten Ebene des Films geraten die Romanfiguren in der texanischen Wüste in die Hände von mörderischen Hinterwäldlern. Ein Puzzle aus „Funny Games“ und Wannabe Tarantino. Beeindruckend: Michael Shannon als Ermittler Bobby Andes.

Was ist Regisseur Tom Fords zweiter Film? Stilistisch perfekt oder überkonstruiert und überkonzeptioniert? Anspielungsreich oder so subtil wie ein Vorschlaghammer? Bei uns geht der Daumen nach unten. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Heidi, Martin, Harald, Hendrik, Katharina und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Nocturnal Animals
USA 2016, 116 Min., Regie: Tom Ford


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Nocturnal Animals ist so ein Film, da muss man sich wirklich daran erinnern, dass man nicht einfach die innere Putzfrau rauskehren kann, um dieses bemühte Machwerk zu entsorgen, nur weil man ihn subjektiv für die Tonne fand. (…) Auch wenn viele Kritiker ihn abfeiern, auch wenn der Film viel Gesprächsstoff für prätentiöse Unterhaltungen bei Rotwein abgibt, und auch wenn die Grundidee & Gyllenhaal toll sind, wird unser Fazit so unverschnörkelt ausfallen, wie Tom Fords Mode: Das kann weg.“ Laetitia für blugadgets.com

„All das macht Nocturnal Animals zu einem herausragenden und zutiefst befriedigenden Filmerlebnis, bei dem man mit jedem Atom und in jeder Sekunde spürt, wie machtvoll und allumfassend das Medium Film als Kunstform und als Geschichtenvermittler doch sein kann. Mehr kann man sich von einem Film gar nicht wünschen.“ Beatrice Behn für kino-zeit.de

„Hinter seiner gewalttätigen Crime-Rape-Geschichte, die ohnehin schon schwer verdaulich ist, verbirgt sich nämlich noch weitaus mehr Substanz. Und als wäre das noch nicht genug setzt der Film zum Schluss mit einem weiteren Rundumschlag noch einmal eins drauf.“ Sebastian Stumbek für moviebreak.de

„Denn eins darf man nie vergessen, über Nocturnal Animals zu sagen: er erzählt in betörenden Bildern eine nervenaufreibend-spannende Geschichte, die bis zum Ende fesselt und mit großartigen Schauspielerleistungen bis in die kleinste Nebenrolle gewürzt ist.“ DieFilmguckerin.de



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