Podcast zwischen Kirk und Kafka

Shin Guardians of the Godzilla Galaxy Vol. 2

Shin Godzilla und Guardians of the Galaxy Vol. 2 © Marvel Studios 2017 © Splendid Film


Die Üblichen Verdächtigen sind in zwei Filmen gleichzeitig: Hendrik und Thomas schauen sich SHIN GODZILLA an, Tom, Harald und Dominik 50 Meter entfernt genießen GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2.

Die aktuelle japanische Godzilla-Neuauflage ist eigentlich gar kein Monsterfilm, eher eine Abrechnung mit der japanischen Regierung und der Verwaltung beim Fukushima-Unglück. Während ein wohltuend unperfekter Godzilla durch die Straßen von Tokyo kracht, werden unzählige Krisenstäbe einberufen und unzählige Konferenzräume eingerichtet. Ein starker Film, der allerdings unsere Erwartungen an einen Monsterfilm nicht erfüllt.

Ab 8:55 beginnt dann der Bonus-Track mit der noch sehr gut gelaunten zweiten Truppe – ihre Meinung über GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 lässt sich am besten zusammenfassen mit den Worten: Wir sind Groot :-)


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Shin Godzilla
Japan 2016, 118 Min., Regie: Hideaki Anno

 

Guardians of the Galaxy Vol. 2
USA 2017, 136 Min., Regie: James Gunn


Andere Menschen,
andere Meinungen
über SHIN GODZILLA

„Interessant dabei ist, dass es Anno in seinem Film eher auf die Politiker abgesehen hat: Ein Großteil des Films spielt sich in Konferenzsälen ab. Dort wird darüber debattiert, wie man gegen das Monster vorgeht, wo evakuiert wird, all das, was bei einer Naturkatastophe passiert. Ein Großteil des Beraterstabes des Premierministers besteht allerdings aus alteingesessenen Veteranen, die sich strikt ans Protokoll halten – und damit die Lage meist eher verschlimmern. Querdenker wie der Protagonist Rando Yaguchi sollen nur still dabei sein und nicken. Sobald er einen Vorschlag äußert, wird dieser kategorisch abgelehnt – er sitzt eh nur dabei, da seine Verwandten gute Beziehungen haben. Anno prangert die Politiker und ihre Sturheit an, der nächsten Generation keine Beachtung zu schenken.“
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„Völlige Planlosigkeit, stures Festhalten an vorgefertigten Strategien, blindes Vertrauen in vermeintliche Autoritäten, undurchsichtige und hochgradig bürokratische Machtstrukturen – und all dies in den Händen von alten Männern, die Verantwortung hin und her schieben, einen Berater nach dem anderen auflaufen lassen und letztlich in ihrer unflexiblen Haltung die Jagd auf Godzilla langsam, aber unerträglich absehbar in den Sand setzen. Dies losgelöst von den Ereignissen um den Tsunami und den Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 zu betrachten, ist natürlich möglich, wird dem Film aber keinesfalls gerecht. Den direkten Bezug zu den genannten Ereignissen unterstreichen auch zahlreiche visuelle Anspielungen von in die Straßen geschwemmten Fischerbooten und panisch flüchtenden Menschen.“
Marc Zeller für Das Manifest



 

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