Podcast zwischen Kirk und Kafka

Jason Bourne meets A Beautiful Mind: „The Accountant“

© Warner Bros. 2016


Eigentlich eine Rolle für Keanu Reeves: Ben Affleck als ein Mann mit Asperger-Syndrom, der jede Menge Probleme mit Menschen hat – aber keine mit Zahlen. Er wird Buchhhalter – seine Kundschaft: das organisierte Verbrechen. Das Geschäftsmodell der Produzenten geht auf: Hier werden die richtigen Versatzstücke und Klischeeelemente aus John Wick, Rain Main, Jason Bourne und A Beautiful Mind zusammengebaut für einen originellen Genre-Flick. Dazu eine Portion trockener Humor, viel Spannung und die großäugige Anna Kendrick als Damsel in Distress. Ein Erfolgsrezept. Ein angemessener Umgang mit dem Thema Autismus ist der Film allerdings nicht. Diese Last kann der Thriller nicht tragen.

Gespoilert wird im Podcast heftig – aber erst nach dem Spoiler-Alarm. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Harald, Tom, Uwe und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

The Accountant
USA 2016, 128 Min., Regie: Gavin O’Connor


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Etwas Bauchweh bereitet nicht zuletzt der Umgang mit der Entwicklungsstörung des Protagonisten. Statt die Einschränkungen und Unsicherheiten des Asperger-Patienten eingehender zu beleuchten, dienen Wolffs Defizite im sozialen Miteinander fast ausschließlich zur humorigen Auflockerung. Wie ein schlechter Witz erscheint daher das Ende des Thrillers, wo O’Connor und Drehbuchautor Dubuque plötzlich eine Lanze für Autisten und Behinderte brechen und das Ganze auch noch mit einem überraschenden Twist garnieren. Mehr Verständnis für Menschen, die Autismus haben, weckt der Film trotz dieses Nachklapps nicht.“ Christopher Diekhaus für kino-zeit.de



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