FilmPodcast zwischen Kirk und Kitano

THE KILLING OF A SACRED DEER: Seelenlose Kopfgeburt

Killing of a Sacred Deer © Alamode 2017


Familiendrama als kalte Konstruktion, Mistery-Thriller-Horror als intellektuelle und ästhetische Installation, keine Gefühle, keine Identifikationsfiguren, keine Empathie, keine Dramaturgie, keine Spannung: THE KILLING OF A SACRED DEER ist nicht our cup of tea. Kritiker und Cineasten, die mit Lanthimos vertraut sind, äußern sich euphorisch. Aber der Film erlaubt keinen Zutritt für Neueinsteiger, die zum Beispiel nicht die Verbindung zur Iphigenie-Geschichte sehen. Am Mikrofon direkt nach dem Film schütteln Katharina und Thomas entgeistert die Köpfe.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

The Killing of a Sacred Deer
IRL/GB 2017, 121 Min., Regie: Giorgos Lanthimos


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Der Film, der seit dem 28. Dezember in den deutschen Kinos läuft, war ein Most Wanted 2017 und hat trotz mächtiger Erwartungshaltung nicht enttäuscht. Warum? Krasse Motive, geniale Form, unangenehmer Sound.“
Arne Gaida für enough talk

„Dabei arbeitet Lanthimos ausschließlich mit extremen Reduktionen. Weder spricht Stephen wie ein ganzer Mensch noch handelt er so. Seine Figur ist kein Mann, kein Vater, kein Chirurg, sondern einzig die radikal reduzierte Idee eines solchen. Anna ist keine Frau, keine Mutter, keine Ärztin, sondern nur die Idee davon. Gleiches gilt für die Kinder, die Orte, die Beziehungen. Als hätte eine künstliche Intelligenz die Parameter der menschlichen Gesellschaft eingepflegt bekommen und solle jetzt eine Geschichte aus diesem Code ersinnen.“
Beatrice Behn für kino-zeit.de

„Ein Film, der so gekonnt Psychothriller, Familienportrait und Parabel miteinander in Einklang bringt, dass das Ergebnis gleichermaßen faszinierend und atemberaubend ist. Ein wahrhaftiges Meisterwerk, dass nachhaltig unter Beweis stellt, warum Yorgos Lanthimos einer der interessantesten Filmemacher unser Zeit ist.“
André Becker für das manifest



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