FilmPodcast zwischen Kirk und Kafka

THE PROJECTS: Man kann sich seine Nachbarn nicht aussuchen

SchönerDenken berichtet von Nippon Connection 2017The Projects Nippon Connection 2017



Auf Nippon Connection müssen wir nicht alleine aufnehmen :-) Unterstützt werden wir diesmal von Michael Meier von Kompendium des Unbehagens und von Andrasz.

Manchmal ist nichts so fremd und seltsam und zugleich faszinierend wie die eigene Nachbarschaft. Hinako und Seiji haben nach dem Unfalltod ihres Sohnes ihre Kräuterapotheke aufgegeben und sind in einen Sozialbau am Rande von Osaka gezogen, wo sie als Neuankömmlinge natürlich genau beobachtet werden von den allgegenwärtigen Gerüchteköchinnen. Denen entgeht weder, dass die Beiden einen weiterhin einen sehr geheimnisvollen Kunden für ihre Kräuterpillen empfangen, noch dass Seiji eines Tages von niemandem mehr gesehen wird, so dass seine Frau Hinako sogar unter Mordverdacht gerät.

In der Hauptsache getragen von den beiden wunderbaren Hauptdarstellern Naomi Fujiyama und Ittoku Kishibe entwickelt sich mit viel trockenem Humor eine mehr und mehr skurrile Geschichte, die zuletzt noch weit über das hinausgeht, was sich selbst die kühnsten Hobbydetektive in den Nachbarwohnungen auszudenken vermöchten.

Nach dem Film rundum zufrieden reden wir im Podcast über Loriot und Haruki Murakami und die Übersetzbarkeit japanischen Humors allgemein.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

The Projects (Danchi)
Japan 2016, 103 Min., Regie/Drehbuch: Junji Sakamoto


Und das schreibt Nippon Connection über THE PROJECTS:

„Hinako und ihr Ehemann Seiji haben nach dem Tod ihres Sohnes ihre Apotheke für traditionelle Kräutermedizin aufgegeben und sind in eine Sozialbau-Siedlung am Stadtrand von Osaka gezogen. Einen geheimnisvollen Kunden für ihre Wunderpillen scheinen die beiden aber doch noch zu haben – und als Seiji plötzlich unter mysteriösen Umständen verschwindet, beginnt in der Nachbarschaft die Gerüchteküche zu brodeln. Was als skurrile Alltagskomödie beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem wahrhaft fantastischen Szenario. In den Haupt- und Nebenrollen beweisen zahlreiche Veteran*innen des japanischen Kinos, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören.

Über den Regisseur
Junji SAKAMOTO, 1958 in Sakai (Präfektur Osaka) geboren, arbeitete zunächst als Regieassistent, u.a. von Sogo ISHII. Bereits sein Debütfilm KNOCKOUT (1989) wurde mit mehreren Nachwuchspreisen ausgezeichnet. 2000 war sein Krimi-Drama FACE ebenfalls ein großer, mehrfach prämierter Kinoerfolg.

Filmografie (Auswahl)
1989 Knockout (Dotsuitarunen); 1994 Tokarev; 2000 Face (Kao); 2002 KT; 2003 My House (Bokunchi / NC ’04); 2008 Children of the Dark (Yami no kodomotachi); 2010 Zatoichi: The Last; 2012 A Chorus of Angels (Kita no kanariatachi); 2013 Human Trust (Jinrui shikin)“


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