Gerade gesehen: „Deja vu“
Zehn Milliarden kostet es in diesem Thriller die amerikanische Regierung in die Vergangenheit schauen zu können. Schon mal gesehen? Stimmt. Action-Regisseur Tony Scott und Produzent Jerry Bruckheimer haben die alte „Seven Days“-Idee auf Hochglanz poliert. Sie jagen Denzel Washington als Anti-Terror-Ermittler an den Tatort eines grausamen Anschlags, bei dem in New Orleans mehr als 500 Menschen sterben. Scotts beeindruckende Kameraführung, der schnelle, perfekte Schnitt, der antreibende Soundtrack – das hat mich gleich wieder mitgerissen.

Das Attentat zu Beginn ist ein früher Höhepunkt, der nächste eine Verfolgungsjagd, die gleichzeitig in Gegenwart und Vergangenheit stattfindet. Denn im Mittelpunkt des Films steht eine Technologie, die den Blick in die Vergangenheit erlaubt und so geht eine Spezialeinheit auf eine ganz besondere Verbrecherjagd. Aber die Wundermaschine erlaubt auch, die Vergangenheit zu verändern. Zeitreise! Gefährliches Gelände für die Drehbuch-Logik:

Denny: You know you don’t have to do this.
Doug Carlin: What if I already have?

Und genau da, wo es richtig kompliziert werden könnte, wird der Film etwas konventionell: Der Held wagt es und versucht den Tag zu retten. Gekonnt inszenierte Action, gute Schauspieler, mit dem von Sturm Katrina gezeichneten New Orleans ein beeindruckender Drehort – aber zum Schluss hängt doch alles an einem guten Drehbuch. Und dem geht am Ende etwas die Puste aus.

Also: Popcorn-Kino von echten Profis, dessen Story auch am Ende etwas intelligenter hätte ausfallen dürfen. Trotz ausgebliebener Überraschungen ein Genuss und die Kinokarte wert.
Hintergrundinfos bei Filmstarts.de und Outnow.ch, Skepsis bei Cinefacts.de
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