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“Moonrise Kingdom”: Durch den Film führt ein lustiger Mann mit Zipfelmütze
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 16.Juni 2012
Keiner der Üblichen Verdächtigen hatte vorher einen Wes Anderson-Film gesehen – überhaupt nicht vorbelastet kommen sie sehr glücklich aus dieser skurrilen Komödie – noch leicht beseelt von Benjamin Brittens Musik und der beeindruckenden Schauspielerriege um Bruce Willis, Frances McDormand, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton und Harvey Keitel. Im Podcast reden die Üblichen Verdächtigen über Vintage Style, Theater, lustige Männer mit Zipfelmützen, Jane Campion und den Ernst der ersten großen Liebe:
Text und Podcast stehen unter einer Creative Commons-Lizenz. Quelle: SchönerDenken
Der Film läuft in Mainz im Programmkino Capitol.
Moonrise Kingdom
USA 2012, Min., Regie: Wes Anderson
Andere Meinungen
Florian Lieb (symparanekronemoi) schaut sich den Cast an:
Rüdiger Suchsland (NEGATIV) ist positiv überrascht:
Raijko Burckhardt (manifest) mag ihn irgendwie nicht:
Schlagwörter: Liebe, Thomas, Wes Anderson








Liebe ÜVs, ich bin ebenfalls vollkommen beseelt und glücklich aus diesem Film gekommen, auch von mir 10 Punkte, allein schon für die handgemalten Buchcovers (typisch, ich weiß …)
Hier ist jedenfalls ein radikaler Träumer, ein erwachsenes Kind am Werk. Sollten wir nicht alle mehr Mut zur Anarchie entwickeln? Nur die Liebe und die Phantasie können uns retten, sagt dieser Film, keine Fiskalpakte, keine G-7-8-9-10-11- 20-Gipfel. „All you need is love“: der Geist der Beatles weht vorbei, auch der der Monthy Python. Ja, wahrhaftig „beseelend“ ist das musikalische Fundament des Films vom großen Benjamin Britten. Britisch-kauzig und verschroben (der Erzähler-Zwerg!) kommt vieles in diesem Neuengland daher – Wes Anderson selbst stammt aus Texas. In seinem Kino muss man mit allem rechnen. An einigen Stellen stieg ich aus, entwich meine Wohlgesonnenheit durch die Lücken, die sich zwischen zwei Einfällen in diesem nostalgischen Kaleidoskop-Kino auftaten. Doch auch ich kam heiter und mit Ansätzen von Flügeln aus dem Kino.