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„Django Unchained“: „Hören Sie um Himmels willen auf Beethoven zu spielen!“

Etwas zu lang, etwas zu blutig – eine ganz normale Reaktion auf Tarantino :-) Die Üblichen Verdächtigen haben auf jeden Fall mehr gelacht als sie erwartet hatten. Im Podcast reden sie über Timing und Musik, viel Kunstblut und wenig Ironie:

Eigentlich sind es ja wieder mal zwei Filme, die Tarantino abgeliefert hat. Vielen dürfte der erste Teil besser gefallen haben. Hier finden die Helden zusammen, hier bekommt Christoph Waltz Gelegenheit für seine brillantesten Auftritte. Wundervoll inszeniert Tarantino die Spannung zwischen der mehr als ruppigen Wirklichkeit Amerikas und der europäischen Attitüde des Düsseldorfer Zahnarztes King Schultz. Auch wenn Tarantino nicht alles glückt, trotzdem ein prächtiges Stück Kino.

Text und Podcast stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
Quelle: SchönerDenken

Django Unchained
USA 2012, 165 Min., Regie: Quentin Tarantino

Andere Meinungen

Timo (Blockbuster Entertainment) hat wieder ganz genau hingeschaut – auch beim Schnitt:

„Der Schnitt Fred Askins wirkt unsauber, holprig und ist kaum am eleganten Übergang zweier Einstellungen interessiert. Er wirkt ruppig und rabiat, aber auch dem grimmigen Westernsujet angemessen. Etwas Authentisches und Reines hat das, und es ist schwer zu leugnen, dass der sprunghafte Schnitt wieder einmal die an und für sich stringente Geschichte in viele kleinere und größere, wichtigere und unwichtigere Einzelsegmente zersplittert, in raffinierte Kurzgeschichten und dem Sinn der nächstfolgenden Situation entgegenlaufende Abschweifungen (der Kapuzengag), was in aller Konsequenz schließlich dem Showdown eine zerstörerische Kraft verleiht, die nach dem eigentlichen Höhepunkt einen weiteren und noch einen weiteren blindlings anhängt.

Sven (CineKie) bringt es auf den Punkt:

„“Django Unchained” ist ein guter Film, aber beileibe nicht das, was aus ihm hätte werden können. Der Beginn ist grandios, doch im Mittelteil baut der Film stark ab und wirkt zuweilen arg langatmig, was ich so von Quentin Tarantino nicht erwartet hätte. Egal, alleine Christoph Waltz und Samuel L. Jackson sind das Eintrittsgeld wert.

Schlechte Nachricht: Der Verkauf der Actionfiguren zu „Django Unchained“ ist eingestellt :-(