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„Zero Dark Thirty“: Jäger und Folterer

Gelungener Militärpolitthriller oder unterkühlte intellektuelle Fingerübung? Soll man Bigelow loben, dass sie sich nicht in den Dienst des Hurrapatriotismus stellt? Oder kritisieren, dass sich ihr Film für einige Zuschauer anfühlen wird wie eine mehr als zweistündige Nachrichtenmeldung? Die Üblichen Verdächtigen sind sich nicht einig. Im Podcast streiten sie über Jessica Chastains Mienenspiel, über Authentizität und Marionettenschauspielerei, stellen Vergleiche zu „Green Zone“ an und loben den Score:

Text und Podcast stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
Quelle: SchönerDenken

Zero Dark Thirty
USA 2012, 157 Min., Regie: Kathryn Bigelow

Andere Meinungen

Yavuz Say (NEGATIV) mit einer auch politischen Filmkritik:

„In ZERO DARK THIRTY gestaltet sich die Jagd nach bin Laden zwar gegen Ende spannend und durch die Abwesenheit des Antagonisten fast kammerspielartig. Aber Zweifel daran, dass nun endlich der Kopf von al Qaida gefunden wurde, dass Bilder auch Lügen können, kommen beim Zuschauer niemals auf.“

Die Flugbegleiterin (flightattendant loves movies) ist schwer begeistert:

„Er ist irgendwo eine Charakterstudie über eine von ihrem Job besessene CIA-Agentin. Selbstverständlich ist es aber auch ein Militär-Thriller, der – obwohl jeder den Ausgang der Geschichte kennt – langsam Spannung aufbaut und zum Ende hin einfach nervenaufreibend inszeniert ist.“

Und Sebastian Selig beschreibt eine unerwartete Verbindung zwischen „Zero Dark Thirty“ und Bigelows Film „Universal Soldier: The Day of Reckoning“