Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Es kommt auf den Swing an, auf den Ort, die Präsenz, die Idee …

Hendriks Blick auf den Kinojahrgang 2002:

2002 war zeitmangels nicht gerade ein Kinojahr für mich, und fast alle gute Filme diese Jahrgangs habe ich erst später auf DVD gesehen. Aus der Liste der Filme picke ich – ohne Reihenfolge, da in der Art einfach zu grundverschieden – meine fünf Favoriten heraus:

OCEAN’S ELEVEN. Hauptargument für diesen Film: der SWING, mit dem sich die gut aufgelegte Darstellerriege durch das charmante Gaunerstück plaudert.
GOSFORD PARK – Hauptargument für diesen Film: der ORT, an dem er spielt, der von der hervorragenden Regie- und Kameraarbeit wunderbar präsent gemacht wird und von vielen ineinander verwobenen Begegnungen erzählt.
A BEAUTIFUL MIND und K-PAX – Hauptargument für diese Filme: beide Male die PRÄSENZ der jeweiligen Hauptdarsteller Russell Crowe bzw. Kevin Spacey, denen es gelingt, auch die unzugänglichste und seltsamste Perspektive auf die Welt in Kopf und Herz des Betrachters nacherstehen zu lassen.

Und zuletzt – gewissermaßen außer Konkurrenz, da es nie eine deutsche Kinoversion gab – die neuere der beiden Verfilmungen von THE LATHE OF HEAVEN. Hauptargument für diesen Film: die IDEE der Romanvorlage, dem gleichnamigen Roman von Ursula K. Le Guin; eine Geschichte um einen Mann, dessen Träume die Welt um ihn herum verändern, um den Psychologen, der diese Träume zu manipulieren beginnt – und um den Kampf der beiden gegen das Unterbewusste, das seine eigenen Ideen davon hat, wie die Welt aussehen sollte.

Alle diese fünf Filme haben für mich ganz persönlich filmmagische Elemente. Sie mögen teilweise nicht einmal die (nach welchem Kriterium auch immer) „besten“ Filme ihres Jahrganges sein, aber für mich sind es die sehenswertesten von dieser Liste. Warum ich die „Bourne-Identität“ und „Der Herr der Ringe II“ nicht aufliste? Ich glaube, die landen auch ohne meine Stimme ganz weit oben …

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Quelle: Hendrik Schulthe/SchönerDenken