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Quo vadis, Popkultur? Bryan Singers „X-Men: Apocalypse“

James McAvoy als Prof. Xavier © 2016 Twentieth Century Fox

James McAvoy als Prof. Xavier © 2016 Twentieth Century Fox


Ähnlich wie bei „Captain America: Civil War“ stellt sich auch hier die Frage, wohin die Reise geht mit dem Spektakelkino der Gegenwart. Über lange Zeit ist der neue X-Men-Film ruhiger, aber am Ende kann er doch auf unmäßige Zerstörung nicht verzichten. Bei den Üblichen Verdächtigen kommt die Apokalypse sehr unterschiedlich an.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

X-Men: Apocalypse
USA 2016, 144 Min., Regie: Bryan Singer

Andere Menschen,
andere Meinungen

Thorsten Krüger (Komm&Sieh) ist total von den Socken: „Hinter all der Freakshow mit großem Herz für Unterdrückte steht ein Toleranz-Plädoyer mit so vielen berührenden Momenten, das man zweieinhalb Stunden „X-Men: Apocalypse“ trotz aller Genre-Konventionen (derzeit sind Bruderkriege in: vgl. „Batman v Superman“ und „The First Avenger: Civil War“) als Geschenk empfangen kann.“

Nicht schlecht, aber definitiv zu lang, findet Mathias Wagner (nochnfilm): „145 Minuten sind definitiv zu lang, wenn man nicht gleichzeitig auch eine Menge zu erzählen hat. Anfangs gestaltet sich die Geschichte noch recht spannend und interessant, mit wachsendem Laufzeitfortschritt jedoch setzt die Langeweile ein. Gefühlt zieht sich zum Ende hin alles in die Länge.“

Falk Straub (kinozei) ist das alles zu groß, zu laut: „Die Apokalypse bringt aber noch ein ganz anderes Übel mit sich. Bislang balancierte Bryan Singer erstaunlich souverän zwischen Anspruch und Spektakel. Beim Weltuntergang kippt die Waagschale nun zwangsläufig zugunsten einer sinnfreien Materialschlacht. Nun sind also auch die X-Men in der gnadenlosen Spirale des Überbietungsgestus angelangt.“

Podcast-Tipp

Mr. Turkelton hat sich Jan vom CineCast eingeladen (66 min.)


Statt Trailer die Kritik von Nerdkultur: