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„Sherlock Holmes“: Raffiniert modernisiert

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus „Sherlock Holmes“ und hatten ihren Spaß. Im Podcast erfahrt ihr, was der neue Holmes-Film mit der Serie „Die Zwei“ zu tun hat, was Hendrik unter einem „verletzungsbefreiten Buddyfilm“ versteht und warum es sich um einen lupenreinen Frauenfilm handelt:

© 2009 Warner Bros. Ent.

Guy Ritchie gelingt (wie Christopher erklärte) eine raffinierte Modernisierung des klassischen Stoffes. Im Drehbuch stecken mehr Motive aus den Holmes-Romanen als man auf den ersten Blick denkt, aber vor allem viele gute Dialoge und kurzweilige Action. Die Story hätte vielleicht etwas intelligenter sein können, aber letztlich sticht der Trumpf Robert Downey Jr. Und das ist schon genug Grund, um sich auf den zweiten Teil zu freuen – und dann geht es gegen Professor Moriarty.

Regisseur Guy Ritchie (Mitte) © 2009 Warner Bros. Ent.

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Lory sagt:
„Sherlock Holmes macht Spass, weil er sich nicht allzu ernst nimmt und mit einer gesunden Portion Selbstironie aufwartet.“ Dennis spricht über die Schwächen des Films, attestiert aber: „Der Zuschauer übersteht dank permanenter kleiner Schmankerl auch die banalsten Plotwirren mit einem entspannten Seufzen.“ Herbert Spaich findet: „Trotz beträchtlichem digitalem Aufwand und mitunter mächtigem Getöse gab Guy Richie seinem „Sherlock Holmes“ ein beträchtliches Maß an Witz und Charme mit auf den Weg.“ Der Filmhasser spottet zurecht über Logikfehler – ausgerechnet bei Sherlock Holmes. Christian ist zurückhaltend mit seinem Lob und mahnt mit Blick auf einen möglichen zweiten Teil: „Ein wenig mehr Sorgfalt auf die Geschichte und etwas weniger Konzentration auf die harte Rechte von Holmes wäre dann aber schon angebracht.“ Thomas schließlich blickt zurück und findet:

„Basil Rathbone mag im letzten Jahrhundert die ideale Verkörperung des Privatdetektivs mit dem scharfen Verstand gewesen sein. Er analysierte sauber und verkleidete sich gerne. Sherlock Holmes in der Inkarnation von Guy Ritchie und Co. ist hingegen schon beinahe ein James Bond.“

Noch ein Tipp von Christian: Sherlock Holmes zum Hören. Und zu allerletzt: unser Sternzeit-Beitrag zu Sherlock Holmes.

Quelle: SchönerDenken