Podcast zwischen Kirk und Kafka

Kinomagie plus Sprach-Philosophie: „Arrival“

Amy Adams in "Arrival" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH


Es geht um die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache, darum wie wir mit etwas umgehen, das wir nicht verstehen und wie wir damit umgehen, dass das, was wir lieben, verloren gehen wird. Dennis Villeneuve hat Ted Chiangs Erzählung „Story of my life“ (aus dem Erzählungsband „Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“) meisterhaft verfilmt. Er ist so unglaublich sicher in seinen Emotionen, seiner Dramaturgie, seinem Timing, seinen Farben, seinem Licht, seinen Requisiten und nicht zuletzt in der Wahl seiner Schauspieler. Villeneuve hält, was Christopher Nolan verspricht: Er hat uns mit „Arrival“ einen Klassiker der Science-Fiction-Filmgeschichte geschenkt. Direkt nach dem Kino trocknen die üblichen Verdächtigen ihre Tränen und sind sehr begeistert. Am Mikrofon sind: Hendrik, Dominik, Tom, Harald, Uwe, Felix und Thomas.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Arrival
USA 2016, 117 Min., Regie: Dennis Villeneuve


Andere Menschen,
andere Meinungen

Nur eine kleine Auswahl der vielen tollen Beiträge zu „Arrival“ in der deutschen Filmblogosphäre:

„Was ARRIVAL deutlich und angenehm von den Vorgängern abhebt, ist seine strikte Fokussierung auf die linguistische Prämisse. Regisseur Villeneuve und Autor Eric Heisserer nutzen die spannungsgeladene Rahmenhandlung als Vehikel für einen tiefenphilosophischen Exkurs in das Wesen von Sprache und Kommunikation. Wie funktioniert Sprache? Welche Mittel bietet sie, und welche Schwächen liegen ihr zugrunde? Der Weg zum Erfolg führt in ARRIVAL weder über militärische Macht, noch über Heldenmut oder Intelligenz, sondern immer und zu jeder Zeit über die Fähigkeit, Sprache als das zu erkennen, was sie ist: ein fragiles, subjektives Gebilde, das unsere Welt gestaltet.“ MUST READ von Bianca Mewes, Duoscope.blogspot.de

„Ob Robert Zemeckis Contact (1997), Scott Derricksons Der Tag, an dem die Erde stillstand (2008) oder Christopher Nolans Interstellar (2014), alle Filme zerfallen letztendlich an der Banalität ihrer Antworten und Einschränkung ihrer Vorstellungskraft. Das gleiche Schicksal hätte auch Denis Villeneuves Arrival ereilen können, jedoch hat er aus der Filmgeschichte gelernt und geht einen etwas anderen Weg.“ Beatrice Behn für kino-zeit.de

„Am Ende ergibt sich ein Werk, das den Zuschauer so einnimmt wie nur wenige Filme und wie kein Film im Jahr 2016: Der Blick verschmilzt mit der Leinwand, die Ohren mit den Boxen – es gibt kein Hier und Jetzt, es gibt nur das Sein. Die Geschichte ist aufgeladen mit vielen Facetten von Emotionen, ohne auch nur eine davon zu herauszuprofilieren, und verbindet das mit perfekten Bildern von Raumschiffen, Lebewesen, Menschheit. Ein hervorragender Film, der in seiner Ästhetik und majestätischen Unscheinbarkeit so viel zu zeigen hat.“ Phil für nerdtalk.de

„Arrival“-Podcast-Tipp: CineCouch



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