T minus 5: Kirk:2=?
Ein Beitrag von Martina, abgelegt unter Star Trek, Television am 2.Mai 2009
Nur noch fünf Tage, bis ein “neuer” Kirk auf der Leinwand auftaucht.
78 Folgen lang (in der ersten Episode „The Cage“ von Star Trek – The Original Series spielte Jeffrey Hunter James Tiberius Kirk) und in sieben Kinofilmen war William Shatner Captain Kirk, und auch wenn nun bald mit Chris Pine ein neuer, junger Kirk auf der Leinwand zu sehen sein wird, wird es für mich keinen anderen Kirk geben können als Shatner – so ist das nun mal mit einer Ehe, die man im Alter von neun Jahren schließt, für immer und ewig, unverbrüchliche Treue, ein heiliges Sakrament.
Es war sehr einfach gewesen, sich in Kirk zu verlieben, ein Kommandant mit Mut, Leidenschaft, Verstand und Herz. Er tat immerzu das Richtige, ohne dabei langweilig, oberlehrerhaft und moralinsauer zu sein. Wie oft stand er vor der Entscheidung, zu Gunsten des Lebens Vieler das eines Einzelnen nicht retten zu können! Eine farbige, vielschichtige Persönlichkeit, entschlossen und heldenhaft, aber trotzdem unter Selbstzweifeln leidend, spontan und mitfühlend und doch oft genug gezwungen, ein Leben zu opfern und manchmal auch mit den eigenen Händen zu töten, teilhabend und betroffen ohne eklige Gutmenschenpose – und ohne Wenn und Aber Verfechter der These, daß der Respekt vor einer jeden Lebensform die Grundlage der Mission im All ist.
Und überhaupt – was für eine Zukunftsvision da 1972 über den Bildschirm flimmerte! War für mich der Fernseher nicht ohnehin schon eine Wundermaschine gewesen, wurde er nun zu einer Offenbarungskiste. Auch eine Neunjährige versteht durchaus, daß das Bild einer zukünftigen Gesellschaft, wie es in „Star Trek“ gezeichnet wird, eine sehr erstrebenswerte und wunderbare Vision darstellt: Individuen arbeiten konstruktiv zusammen, die sich in Rasse, Geschlecht und Herkunft unterscheiden.
Der erste Entwurf Gene Roddenberrys für Kirks Charakterzeichnung sah ihn als „Horatio Hornblower des Weltraumzeitalters“. Von dieser Hornblower-Folie übriggeblieben sind nicht nur Kirks Heldenmut und Mannhaftigkeit, sondern auch seine Selbstzweifel und inneren Kämpfe – und seine Haßliebe zur Enterprise: Sie hindert den Captain weiterlesen








