
© 2025 Gaga
Folge 1404 – 1982 will eine junge Frau von ihrer Mutter wissen, warum sie Nagasaki und Japan verlassen hat. Und in Rückblenden gehen wir 30 Jahre zurück in die Erinnerungen der Mutter. Es dauert eine Weile, bis wir spüren, dass die Mutter eine unzuverlässige Erzählerin ist. Die Verfilmung des Romans von Kazuo Ishiguro traut sich viele Fragen offen zu lassen in diesem starken Melodram. Der Film von Kei Ishikawa fängt in der Inszenierung die visuelle Kraft der Melodramen der 1950er Jahre ein. A PALE VIEW OF HILLS fühlt sich in der Bildsprache und in den humanistischen Fragenstellungen an, als sei es ein neuer Film von Keisuke Kinoshita – und das ist ein großes Kompliment 🙂 Sehr sehenswert! Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Markus, Hendrik und Thomas.
Folge 1404
Markus, Hendrik und Thomas mit ihrem ersten Eindruck von A PALE VIEW OF HILLS
Länge: 07:26
Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2025 Gaga
A Pale View of Hills (Toi yamanami no hikari)
Japan 2025, 112 Min., Regie: Kei Ishikawa
nach einem Roman von Kazuo Ishiguro
Und das sagt Nippon Connection über den Film und den Regisseur:
Über den Regisseur
Kei ISHIKAWA, 1977 in der Präfektur Aichi geboren, studierte Physik an der Tohoku University und Filmregie an der Łódź Film School in Polen. Er drehte zunächst TV-Dokumentationen und Kurzfilme. Sein Spielfilmdebüt GUKOROKU – TRACES OF SIN (2016 / NC ’17) feierte bei den Filmfestspielen von Venedig seine Weltpremiere. Das Mystery-Drama A MAN (2022) erhielt beim 46. Japan Academy Film Prize acht Auszeichnungen, darunter die für den besten Film und die beste Regie.
Über den Film
England in den 1980er Jahren: Eine britisch-japanische Autorin möchte über die Nachkriegserfahrungen ihrer Mutter Etsuko schreiben, die immer noch unter dem Selbstmord ihrer älteren Tochter leidet. Etsuko erzählt von ihren Erinnerungen an das Jahr 1952 und ihre erste Schwangerschaft, doch nach und nach stößt die Autorin auf beunruhigende Widersprüche in den Schilderungen ihrer Mutter. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Literaturnobelpreisträgers Kazuo ISHIGURO und feierte 2025 seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Cannes.
Trailer
