Yutaro Seki/Kentaro Hirase SAI: DISASTER (Sai gekijoban) (NipponConnection2026)

© 2025 Bitters End

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Folge 1418 – SAI: DISASTER gehört zu den Thrillern, bei denen das Publikum mehr weiß als die Polizei – auch wenn es den Zuschauern nicht einfach gemacht wird: Der nonlineare Struktur und die Vielzahl der Protagonisten führen zu einer Überforderung und Irritation, die sich dann Stück für Stück auflöst. Roter Faden ist ein Mann, der als Serienmörder unerkannt bleibt. Kaum ein Polizist erkennt die gemeinsamen Elemente der Taten. Auch wenn die Dramaturgie verkopft wirken mag, die Atmosphäre, die Orte, die Inszenierung und die Darsteller:innen sind großartig. Am stärksten in Erinnerung bleibt ein faszinierender Täter, der gleichzeitig abstoßend und charismatisch ist. Wenn er seinen Opfern nahekommt, ist die Bedrohung fast unerträglich intensiv. Im Podcast direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 vergleichen wir SAI: DISASTER mit MEMORIES OF MURDER und DAS VERPRECHEN von Dürrenmatt. Am Mikrofon mit ganz unterschiedlichen Eindrücken: Markus von translate or die, Alex von den Abspannguckern, André, Andras, Hendrik und Thomas.


Folge 1418
Der erste Eindruck von SAI: DISASTER
Länge: 12:25


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild:


SAI: disaster (Sai gekijoban)
Japan 2025, 128 Min., Buch und Regie: Yutaro Seki/Kentaro Hirase


Und das sagt Nippon Connection über den Film und die Regisseure:

Über die Regisseure
Yutaro SEKI (geb. 1987), Kentaro HIRASE (geb. 1986) und Masahiko SATO (geb. 1954) lernten sich an der Tokyo University of the Arts kennen und arbeiten seit 2012 zusammen. Ihr erster gemeinsamer Kurzfilm HAPPO-EN (2014) wurde zu den 67. Filmfestspielen von Cannes eingeladen. Nach weiteren international erfolgreichen Kurzfilmen drehten sie 2022 ihr Langfilmdebüt ROLELESS (NC ’23), das im Wettbewerb des 70. San Sebastian Film Festival gezeigt wurde. SAI: DISASTER (2025 / NC ’26) ist die erste Regiearbeit von Yutaro SEKI und Kentaro HIRASE ohne Beteiligung von Masahiko SATO und basiert auf der Miniserie SAI (2025).
Kentaro HIRASE (geb. 1986), Yutaro SEKI (geb. 1987) und Masahiko SATO (geb. 1954) lernten sich an der Tokyo University of the Arts kennen und arbeiten seit 2012 zusammen. Ihr erster gemeinsamer Kurzfilm HAPPO-EN (2014) wurde zu den 67. Filmfestspielen von Cannes eingeladen. Nach weiteren international erfolgreichen Kurzfilmen drehten sie 2022 ihr Langfilmdebüt ROLELESS (NC ’23), das im Wettbewerb des 70. San Sebastian Film Festival gezeigt wurde. SAI: DISASTER (2025 / NC ’26) ist die erste Regiearbeit von Yutaro SEKI und Kentaro HIRASE ohne Beteiligung von Masahiko SATO und basiert auf der Miniserie SAI (2025).

Über den Film
Ermittlerin Domoto untersucht in ganz Japan eine Serie ungewöhnlicher Todesfälle, die zunächst wie Unfälle oder Selbstmorde wirken. Schon bald verdichten sich die Hinweise auf einen perfiden Serienmörder, der auf subtile Weise Katastrophen im Leben seiner Opfer auslöst. Yutaro SEKI und Kentaro HIRASE entwerfen in ihrer gemeinsamen Regiearbeit ein intensives, pessimistisches Porträt der japanischen Gesellschaft. Mit herausragender Kameraarbeit und beunruhigendem Soundtrack geht der innovativ erzählte Thriller tief unter die Haut.


Trailer