Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

„Away we go“: In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein

… das wusste schon Paul Watzlawick.


(c) TOBIS Film 2009

Es ist eine ganz einfache, kleine Geschichte. Eine Frau (schwanger), ein Mann (niedlich) und eine Reise durch Nordamerika, eine Reise zu verschiedenen Familien. „American Beauty“-Regisseur Sam Mendes macht aus dieser Geschichte einen wunderbaren ruhigen, klugen, warmherzigen und sehr witzigen Film. Wunderbare Dialoge, wunderbare Bilder, wunderbar passende Musik und zwei wunderbare Darsteller: John Krasinski und Maya Rudolph als etwas chaotisches Paar aus der liberalen Ecke Amerikas, das an sich selbst zweifelt und auf der Suche nach einer neuen Heimat noch viel mehr findet. Ein hoffnungsvoller Film, auch wenn Jack Nicholson gesagt hat:

„Die ganze Familienideologie ist ein sehr regressives Konzept. Die großen Werke der Weltliteratur handeln nicht von Familienglück, sondern von Familienhorror.“

Familienangelegenheiten verlangen vor allem: starke Nerven. Und in diesem Film auch starke Lachmuskeln. Reingehen!

Andere Menschen, andere Meinungen

Björn Becher enthüllt:

„Mit leichter Hand schüttelt Sam Mendes hier mal eben eine kleine Genre-Perle aus dem Ärmel, die frei ist von der Schwere der Ambitionen, die seine sonstigen Werke umgibt, bei denen er immer mit einem Auge auf mögliche Auszeichnungen zu schielen scheint. „Away We Go“ kommt unprätentiös daher, das Publikum soll sich an guter Unterhaltung erfreuen und den Kinosaal hinterher optimistisch gestimmt verlassen. Mendes setzt dazu gleichermaßen auf krachenden Humor und auf leise Töne.“

„Away we go“ ist auch Thema bei Brigitte Häring (Achtung Schweizerdeutsch :-)

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