Kasho Iizuka: BLUE BOY TRIAL (Buru boi jiken) feat. Karoline, Alex, André und Markus (NipponConnection2026)

© 2025 Nikkatsu

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Folge 1407 – Der Umgang mit Transmenschen ist ein Lackmustest für unsere Zivilisation: Wer im falschen biologischen Geschlecht geboren ist, hat Anspruch auf Toleranz und auf ein Leben in Würde. Vor diesem Hintergrund ist BLUE BOY TRIAL sehr berührend. Ein Arzt wird 1965 vor Gericht gestellt, weil er Geschlechtsangleichungen vorgenommen hat. Im Laufe des Prozesses treten unterschiedliche Transfrauen in den Zeugenstand und werden mit dem Hass und der Verachtung des Staatsanwalts konfrontiert. Der Kampf um Anerkennung ist lebensgefährlich und dauert immer noch an. Der Film von Kasho Iizuka wird getragen von den starken Darstellerinnen. Den Podcast mit dem ersteh Eindruck haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie)Markus Mäurer von translate or die, Alex Sobolla von den Abspannguckern, André und Thomas.


Folge 1407
Karoline, Alex, Markus, André und Thomas mit ihrem ersten Eindruck von BLUE BOY TRIAL
Länge: 07:58


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2025 Nikkatsu


BLUE BOY TRIAL (Buru boi jiken)
Japan 2025, 106 Min., Regie: Kasho Iizuka


Und das sagt Nippon Connection über den Film und den Regisseur:

Über den Regisseur
Kasho IIZUKA, 1990 in der Präfektur Gunma geboren, lernte während seines Studiums an der Tohoku University of Art and Design bei Regisseur Yoshitaro NEGISHI und Drehbuchautor Masato KATO. Seine eigenen Erfahrungen als Transmann verarbeitete er in seinem ersten Langfilm OUR FUTURE (2011), für den er auf dem PIA Film Festival mit dem Special Jury Prize ausgezeichnet wurde. Für ANGRY SON (2022 / NC ‘22) erhielt er 2022 den Grand Prix als Most Promising Talent beim Osaka Asian Film Festival. 2023 gründete er die Filmproduktionsfirma Studio 6.11, wo er auch Workshops für Schauspieler*innen anbietet.

Über den Film
Tokio 1965: Nach den Olympischen Spielen verschärft die japanische Regierung ihren Kampf gegen Prostitution. Doch die sogenannten „Blue Boys“ – Transgender-Prostituierte, die als Männer registriert sind, aber als Frauen leben – können rechtlich nicht belangt werden. An ihrer Stelle verhaftet die Polizei einen Arzt, der Geschlechtsangleichungen durchführt. Drei Transgender-Frauen sagen vor Gericht aus und entfachen eine nationale Debatte. Inspiriert durch einen wahren Fall greift Regisseur Kasho IIZUKA einen Moment der japanischen Geschichte auf, der lange Zeit verdrängt wurde.


Trailer