Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

„Crank 2“: heiter, herzhaft, hirnlos

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus „Crank 2 – High Voltage“ und stehen praktisch unter Strom – vor Begeisterung:

(c) Universum Film 2009

Crank 2: ein HochspannungsHighSpeedHeavyMetalHardCore-Slapstick, ein Actionfilm mit hohem Gaga-Faktor. Und für fünf Minuten auch eine Porno-Persiflage. Die Autoren und Regisseure Neveldine und Taylor haben es geschafft im „Original“ den Helden zu sterben lassen (Respekt!) und trotzdem eine voll funktionstüchtige, wenn auch irrsinnige Fortsetzung aus dem Hut zu zaubern. Dabei sind sie politisch noch inkorrekter und visuell noch einfallsreicher und verrückter unterwegs – absoluter Höhepunkt: Chev Chelios als Godzilla. Dass sie bei ihren halsbrecherischen Dreharbeiten auf billige Kameras umgestiegen sind, macht Sinn:

„Wir tun gern so, als wären wir Rockstars“, sagt Neveldine. „Die zertrümmern ihre Gitarren, wir verschrotten Kameras.“

In einer Nebenrolle hat David Carradine als Triaden-Boss Hu Dong seinen Spaß. Die Liste der Special Guest-Auftritte ist beeindruckend: zum Beispiel „Linkin Park“-Sänger Chester Bennington, Maynard James Keenan von der Band Tool, Martial-Arts-Fighter Keith Jardine. Oder Gastauftritte von Lauren Holly (NCIS) als Psychiaterin, John De Lancie (Star Trek) als Nachrichtensprecher, Ex-Spice-Girl Gery Halliwell als Chevs junge Mutter Karen Chelios und Lloyd Kaufman, Chef des Troma Studios. Dazu stoßen in Cameo-Auftritten die Porno-Legenden Ron Jeremy, Ed Powers, Lexington Steele, Nick Manning und Jenna Haze.

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Gleich vier der Fünf Filmfreunde haben Crank gesehen und sie sind sich – natürlich – wieder nicht einig :-) Nils Bothmann kann den Film nicht leiden: „Aus politisch inkorrekt wird primitiv, aus übertrieben wird überkandidelt.“ Markus Wessel findet „“Crank 2″ ist wie sein Vorgänger ein Amoklauf des schlechten Geschmacks.“ Aber er meint das eigentlich irgendwie positiv. Christoph Petersen lobt den Film als Popkultur-Potpourri. Björn mault über das starre Formelkonzept. Und der Abspannsitzenbleiber fragt sich, wo das alles noch hinführen soll.

Trailer