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„Into Darkness“: Kann Spuren von Star Trek enthalten

„Wenn kein Star Trek drin ist, sollte auch kein Star Trek drauf stehen.“

Thomas hat hier schon ein paar Worte zu „Into Darkness“ geschrieben. Und wie haben das die Üblichen Verdächtigen direkt nach dem Kino gesehen? Einmal unendliche Weiten in sieben Minuten, der Podcast, bitteschön:

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Quelle: SchönerDenken

Star Trek Into Darkness
USA 2013, 127 Min., Regie: J.J. Abrams

Andere Meinungen

Selten hat sich eine Web-Schau so gelohnt wie bei „Into Darkness“. Jede Menge gescheiter Leute äußern sich – zum Beispiel Joris bei hardsensations, der zu Recht den Verlust der Rechtsstaatlichkeit moniert: „Diese Enterprise hat alles Fantastische und sozial Futuristische verloren. (…) Ein Recht im modernen Sinne gibt es nicht, sondern nur ein „richtig“ oder „unrichtig“. (…) Somit gibt es auch keine Richter, die irgendwelche Lebenssachverhalte anhand abstrakter Normen bewerten, sondern nur Soldaten, die dafür einzustehen haben, dass bei angeblichem Unrecht, also Verletzung der Ordnung, alles richtig unternommen und vollzogen wird, um den einzigen Inhaber der Wahrheit, die Föderation, zum materiellen Richter anzurufen. Eine solche Gesellschaft kann per se kein Interesse an einem multi-extraterrestrischen Bündnis haben. Sie kann sich immer nur missverstanden oder angegriffen fühlen.“ Es ist vielleicht wirklich an der Zeit, dass Abrams mit seinem Drehbuchgefolge zu Star Wars weiter zieht. Ein ganz großer Spaß ist das FAQ von Rob Bricken, sehr pointiert werden die plotholes aufgearbeitet, unter anderem der inflationäre Umgang mit derSupermedizin, mit der Kirk von den Toten zurückgeholt wird: „So basically Bones has discovered the secret to eternal life, and not only will no one on the Enterprise ever need to die again unless their body is somehow destroyed, but all of the civilization — heck, probably galactic civilization – will be irrevocably changed because of this amazing discovery.“ Der Script Shadow analysiert das Drehbuch und erklärt: „at a certain point, your reader/audience may throw up their arms and scream, “Dude! What the f*&k? is this movie about?!”“ Jan Witte hatte seinen Spaß, aber er hätte erwartet, dass tatsächlich ganz neue Ideen kommen: „Es fehlt der Mut, wirklich etwas Neues zu machen, (…) Stellenweise wirkt „Star Trek Into Darkness“ nicht wie eine neue Geschichte, sondern wie ein Remake. Und zwar, wie das Remake eines ganz bestimmten Star Trek-Films. Und der heißt SPOILER! Andreas Müller (polygamia) hat kein Herz für die „echten“ Fans :-) „Mich regt dieser ganze Fankult auf. Trekkies, Tolkienisten und demnächst auch Möchtegern-Jedis verlieren ihre innere Mitte und poltern gegen Reboots oder ungewünschte Story-Twists. Wo ist Bombadil? Kill Jar Jar Binks! – ach kommt, lasst es gut sein.“ Lassen wir :-)

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