Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

„Transformers 2“: Tausend Breitseiten Blech

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus „Transformers – Die Rache“ und hätten auf diese Film-Erfahrung auch gerne verzichtet:

Plakat (c) Paramount 2009Ist Ihnen das Filmplakat hier rechts zu schrill, bunt und dämlich? Tja, der Film passt prima dazu: Er ist zu schrill, zu bunt und zu dämlich. Dazu ist er auch noch zu laut, zu lang und zu einfallslos. Auch für Popcorn-Kino. Michael Bay und Roland Emmerich sind so talentierte Regisseure. Irgendwann geraten sie vielleicht zufällig mal an ein GUTES Drehbuch. Aber sie würden es nicht erkennen, selbst wenn es ihnen der Geist von Stanley Kubrick in einer Vorweihnachtsnacht im Traum erklären würde. Aber ich schweife ab. Der Film: Dämliche kleine Roboter, die lustig sein sollen, dämliche Autobot-Beavis-and-Buttheads, die lustig sein sollen, ein Hauptdarsteller, der den Beweis seines Talentes schuldig geblieben ist, und ein 60-minütiger, unendlich ermüdender Showdown. Dazu eine Überdosis Pathos und Familienwerte. Richtig in Form waren nur die Pyrotechniker und die Brüste von Megan Fox. Fazit: Der Film ist jämmerlich. Punkt. Nicht reingehen.

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Florian kotzt sich verständlicherweise erstmal aus und erklärt dann im Manifest:

„Die Marschroute des Filmes ist jedoch klar. Mit viel pompöser Action und dümmlichem Humor die wahrscheinliche Zielgruppe (Kinder bis zu zwölf Jahren) anzusprechen. Sicherlich speziell die Kids, die keinen wirklichen Bock auf Edward und Co. aus dem drögen TWILIGHT -Universum haben.“

Ebenso zutreffend wie erheiternd auch Psycho-Rajkos Fazit: (hier sind auch die Kommentare lesenswert)

„Bay hält sich folgerichtig nicht mit Nebensächlichkeiten wie einer dramaturgisch schlüssigen Struktur auf, sondern vertraut ganz auf die Kraft seiner ewig gleichen und in ihrer Primitivität und Peinlichkeit von hoher Fremdscham gekennzeichneten Werbebilder, die postkartengetreu mal riesige aufeinander einkloppende Roboter, mal sexy Skihäschen, mal die neusten Superflitzer und ganz besonders freilich die aktuellste protzige Militärtechnik ins rechte (braun-sonnige) Licht rücken. Der manche Verbindungslücke zu füllen bemühte Humor speist sich dabei zumeist aus Minirobotern, die der Protagonistin ans Bein ficken, einem Dick- und einem Doof-Transformer, sowie den heraushängenden Metallklöten eines Riesen-Decepticons.“

Und Renington gewinnt dieser Spielzeugmaterialschlacht dann noch tatsächlich etwas Gutes ab:

„Aber holy shit, Dinge in die Luft jagen kann er. Das ist allerdings auch das einzige, dass er kann, dafür reicht es bei mir für einen Stern, der halbe für die Effekte und das leicht schickere Robot-Design. In einem Kommentar zum anstehenden „2012“ meinte einer, Emmerich sollte sich auf das Abfilmen von Weltuntergängen beschränken und die Story gleich ganz rauslassen. Apokalypsen-Porno quasi. Für Bay gilt dasselbe, nur mit Explosionen.“

Der Typ mit der Brille fasst es unnachahmlich zusammen:

Noch mehr Kritiken gibt es wie immer bei film-zeit und moviepilot.