Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Rule 32: Enjoy the Little Things

(c) Sony Pictures 2009

Die üblichen Verdächtigen kommen aus Zombieland und hatten ihren Spaß mit diesem blutigen Roadmovie:

Manchmal sind es die kleinen Details, die einem am besten gefallen: dass die Regeln dreidimensional in den Film eingeblendet werden und wegfliegen, wenn ein Zombie dagegen stößt, oder das zum Schreien komische, enttäuschte Gesicht von Woody Harrelson, wenn wieder kein Twinky im Supermarkt zu finden ist. Diese Zombiekomödie ist ganz einfach gestrickt: Nerdiger Antiheld, knallharter Kumpel, ein Love-Interest und für die Action jede Menge Zombies, die die Helden auf Trab halten. Und die sind diesmal herrlich analog ins Bild gesetzt (im Gegensatz zu den Witzfiguren aus „I am legend“). Aber was mir am allerbesten gefallen hat: Ich hasse Clowns – und es ist so herrlich zu sehen, wie einer von ihnen richtig den Arsch versohlt bekommt. (Also angemessene Vorfreude auf den schon zugesagten zweiten Teil.)

(c) Sony Pictures 2009

Die Zombieland-Überlebensregeln

Regel 1: Fitness
Regel 2: Vorsicht auf Toiletten
Regel 3: Anschnallen
Regel 4: Doppelt hält besser
Regel 5: Keine Angehörigen
Regel 6: Reise in der Gruppe
Regel 7: Hab Idioten in Deiner Nähe
Regel 8: Töte effizient
Regel 9: Eine Keule muss nicht nachgeladen werden
Regel 10: Mach keinen Lärm

(c) Sony Pictures 2009

Charmantes Quartett

Regel 15: Halte Dir einen Ausgang frei
Regel 17: Spiel nicht den Helden
Regel 18: Aufwärmen nicht vergessen
Regel 19: Verkleide Dich als Zombie
Regel 20: Finde den richtigen Unterschlupf – am besten direkt neben dem Fluchtauto
Regel 21: Zombies können nicht klettern
oder nach anderen Quellen:
Regel 21: Vermeide  Strip-Clubs
Regel 22: Sei gnadenlos
Regel 23: God schütze die Rednecks – Sie locken Zombies an und sind bewaffnet
Regel 24: Kein Alkohol – mit einem Kater überlebst Du nicht
Regel 31: Kontrolliere den Rücksitz
Regel 32: Genieße die kleinen Dinge

Links

Der Zeitverschwender teilt unsere Begeisterung: „So frei und frisch wie Zombieland fühlte sich schon seit ungefähr 40 Jahren kein Film des Genres mehr an.“ / Herr Lieb urteilt für seine Verhältnisse milde: „So ist Zombieland eine nette Komödie geworden. Mehr aber auch nicht.“ / Batzmann: „Ein spassiger Action-Zombie-Road Movie mit toller Besetzung, dessen kleine Durchhänger und das etwas schlappe Ende nicht wirklich schaden.“ / Und Rajko bringt es auf den Punkt:

„… er schöpft sein Unterhaltungspotential vor allem aus den Stärken seiner liebenswürdigen Viererbande und charmanten, nicht zwanghaft pointierten Dialogen. Als das Gespann auf seinem Weg in den Vergnügungspark schließlich Zwischenhalt in einer Villa bei Los Angeles macht, wartet der Film zudem mit einem ebenso unerwarteten wie köstlichen Cameo auf, der hier des Spaßes wegen nicht verraten werden soll.“

Christian hat so recht:

Von Beginn an macht es „Zombieland“ dem Publikum sehr schwer den Film nicht zu mögen. Wenn zu den krachenden Klängen von Metallicas „For Whom the Bell Tolls“ gleich im Vorspann ganz gewaltig auf den Putz gehauen wird, dann ist das in der Tat eine feine Angelegenheit.