DIE REICHSTE FRAU DER WELT: „Es ist genug für alle da …“

Isabelle Huppert in DIE REICHSTE FRAU DER WELT © 2025 Haut et Court 

Isabelle Huppert in DIE REICHSTE FRAU DER WELT © 2025 Haut et Court

Folge 1399 – Marianne ist die reichste Frau der Welt, hat das Kosmetikimperium ihres Vaters geerbt, in dem sie immer noch das Wort führt. Wirklich lebendig fühlt sie sich nicht mehr. Das ändert sich als der Fotograf Pierre auftaucht. Er wickelt Marianne um den Finger, wirbelt alles durcheinander und beleidigt jeden schon mit dem ersten Satz. Als er an Mariannes Vermögen will, schreitet ihre Tochter ein und es entbricht ein erbitterter Streit. Die Handlung ist inspiriert von der Bettencourt-Affäre (deren politische Dimension bleibt aber fast vollständig außen vor).

Der Film entscheidet sich nicht ganz, was er erzählen will: Eine Schelmengeschichte? Eine Sozialsatire? Ein Mutter-Tochter-Drama? Von allem steckt etwas in diesem Film, dem leider ein echter Spannungsbogen fehlt. Zum Teil kitschig inszeniert, hält oft nur Isabelle Huppert als arrogante und dem realen Leben entrückte Marianne den Film zusammen. Ganz stark in einer Nebenrolle: Raphaël Personnaz als Butler Jérôme Bonjean. Im Podcast direkt nach dem Kino sprechen wir über starke Szenen („Sind wir hier in Afrika?“) und schache Dramaturgie. Am Mikrofon: Johanna, Tom und Thomas.


Folge 1399
Unser erster Eindruck von DIE REICHSTE FRAU DER WELT direkt nach dem Kino
Länge: 16:55


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2025 Haut et Court
Musik: Johannes Klan


Die reichste Frau der Welt (La Femme la plus riche du monde)
FRK 2025, 123 Min., Regie: Thierry Klifa
inspiriert von der Bettencourt-Affäre


Trailer