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Die Geister, die ich rief: „Avengers – Age of Ultron“

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Schön wars. Ein ordentlicher Superheldenspaß mit vielen wunderbaren Details (der Hammer!) und leider einem wenig beeindruckenden Bösewicht. Im Podcast direkt nach dem Kino geht es um verletzliche Helden, politisch-moralische Ebenen und die rührende Angewohnheit der Avengers ganz normalen Leuten das Leben retten zu wollen.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Avengers: Age of Ultron
USA 2015, 141 Min., Buch und Regie: Joss Whedon

Andere Menschen,
andere Meinungen

Gefühlt hat wirklich JEDER Filmblogger und Filmpodcaster in Deutschland einen Beitrag über „Avengers: Age of Ultron“ abgeliefert. Hier nur eine kleine Auswahl:

Martin von scififilme.net hat sich gründlich mit dem Film auseinander gesetzt. Wir sind ganz bei ihm, wenn er den Bösewicht als eine der Schwachstellen des Films ausmacht: „Weder der Antagonist noch der Weg, ihm das Handwerk zu legen, kann irgendwie überraschen. So unterbeleuchtet Loki seinerzeit war, hatte er doch einen großen Batzen Charisma und darüber hinaus ein fantastisches Reich in seinem Rücken. Ultron hat nichts davon und ist nur eine kurzsichtige Maschine mit im O-Ton eindrucksvoller Stimme.“

Christopher Dieckhaus (kino-zeit.de) lässt sich vom bunten Spektakel nicht ablenken und sieht in der Waffe, die Tony Stark selbstherrlich ins Leben ruft „eine ambivalente Gemengelage, die Whedons Drehbuch weiter verkompliziert, da Ultron einige nachvollziehbare Denkanstöße liefert. Immerhin hat er durchaus Recht, wenn er die Selbstherrlichkeit und das häufig zerstörerische Wirken der Protagonisten kritisch hinterfragt.“

Alex Matzkeit (realvirtuality.info) entdeckt in der Eröffnungsszene eine Splash-Page: „Eine der Techniken, mit denen Comics Handlung in Bilder übersetzen, sind die sogenannten Splash Pages und Spreads, in denen gerade in Action-Situationen der Leserin ein Gesamtüberblick über das Geschehen gegeben wird. Wie in einer Art Wimmelbild hat dabei meist jede Figur die Gelegenheit, ihre eigene kleine Aktion auszuführen oder sich zumindest gut in Pose zu werfen.“ 

Wer mehr als eine Stunde Zeit hat, der sollte sich auf jeden Fall die Ultron-Episode des Pewcast anhören. Und der Nightcrow-Podcast bietet sogar Interviews mit den Synchronsprechern von Nick Fury und Loki auf.

Sehr spannend auch der Blick von Wulf (medienjournal-blog.de) auf das Comic, das allerdings eine ganz andere Geschichte erzählt: „Die Prämisse des Bandes, der den Leser prompt in ein verheertes New York der heutigen Zeit wirft, das allerdings in dieser Zeitlinie von Ultron bereits quasi dem Erdboden gleichgemacht worden ist, ist dabei ungemein spannend, speziell wenn man auf derlei Endzeitszenarien steht und so wusste mich die Story direkt in ihren Bann zu schlagen, die das erste der zehn Kapitel ausgiebig dafür nutzt, die Befreiung Spider-Mans durch Hawkeye zu schildern.“