Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

„Cowboys & Aliens“: Mein Name ist Lonergan, Jake Lonergan …

„Ich habe gute Männer Böses tun sehen und böse Männer Gutes tun sehen.“

Die (meisten) Üblichen Verdächtigen hatten Spaß an diesem toughen Genremix, für den mehr Stuntmen gearbeitet haben als Programmierer. Im Podcast reden sie über Blut und Staub, trockenen Humor und Gipsexplosionen, fehlender Swing und geglückte Momente – vor allem widmen sie sich den Monstern:

Eins vorneweg: Der ultimative Genremix zwischen Science-Fiction und Western existiert bereits und heißt „Firefly“. Trotzdem freut man sich ja wieder über jeden Versuch mit geladenem Colt und staubigen Stiefeln ein Raumschiff zu betreten :-) Daniel Craig im Wilden Westen zuzuschauen – das alleine macht schon richtig Spaß, vor allem an der Seite von Harrison Ford. Am Ende fehlt diesem sehr gut fotografierten und kurzweiligen Film nur eines: mehr Humor.

P.S. Die Vorlage für den Film war übrigens ein Comic und nicht (wie in der Presse und im Podcast behauptet) ein Computerspiel.

„Cowboys & Aliens“
USA 2011, 118 Min., Regie: Jon Favreau

Andere Meinungen

Die Flugbegleiterin, die Filme liebt (flightattendantlovesmovies), hatte keinen Spaß:

„Es kann kein gutes Zeichen sein, wenn mehrere Autoren an einem Drehbuch schreiben. Hier sind es offiziell fünf (man spricht sogar von acht) Autoren, die scheinbar einzeln ihre Ideen eingebracht haben, aber so keinen vernünftigen Film zustande gebracht haben.“

Benjamin Hahn (Das Manifest) hatte mehr erwartet, zeigt einige Schwächen auf, zieht aber ein versöhnliches Fazit:

„Der Film ist einigermaßen flott erzählt, abwechslungsreich, mitunter liebevoll inszeniert, stellenweise angenehm komisch ohne sich dabei in peinlichen oder unpassenden comic relief-Momenten zu ergehen, voller handgemachter Action und wunderbar fotografierten Einstellungen und gesegnet mit einem Konzept, das trotz seiner anfänglichen Widersprüchlichkeit ziemlich gut aufgeht.“

Die Zeitzeugin übersieht die (offensichtlichen :-) Vorzüge des Films nicht:

Ich habe mich sehr wohl in dem Film gefühlt, das traf so ziemlich meinen Geschmack. Gelacht habe ich an mancher Stelle ganz gut, es gab einen Schockmoment, bei dem ich fast meine Cola auf meinen Hintermann geschüttet hätte und Craigs Arsch ist… wo waren wir?