DER 32. AUGUST AUF ERDEN: Gegen die eigene Vergänglichkeit

Pascale Bussières und Alexis Martin in DER 32. AUGUST AUF ERDEN © 1998 Maxfilms

Pascale Bussières und Alexis Martin in DER 32. AUGUST AUF ERDEN © 1998 Maxfilms

Folge 1427 – Denis Villeneuves erster Langfilm dreht sich um Simone, eine Frau, die nach einem Autounfall ihre eigene Vergänglichkeit erkennt und jetzt ein Kind will – von ihrem besten Freund Philippe, zu dem sie eine platonische Beziehung hat. Ihr Wunsch führt die beiden in die Große Salzwüste in Utah und wieder zurück nach Kanada. Ein Arthouse-Roadmovie mit immer wieder starken Bildern, das den Zuschauer – vor allem nach dem unerwarteten Ende – angefasst und nachdenklich zurücklässt. Thomas mit seinem ersten Eindruck nach dem Kino.


Folge 1427
Unser erster Eindruck von DER 32. AUGUST AUF ERDEN direkt nach dem Kino
Länge: 07:11


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 1998 Maxfilms
Musik: Johannes Klan


Der 31. August auf Erden (Un 32 août sur terre)
Kanada 1998, 88 Min., Buch und Regie: Denis Villeneuve


Andere Meinungen

„Sein Debütfilm Der 32. August auf Erden zeigte bereits 1998, dass da ein ganz eigener Geschichtenerzähler sich zu Wort meldet. Eigen auch deshalb, weil man hier nicht ganz genau festzurren kann, worum es in der Geschichte genau geht. Das eigentliche Szenario ist dabei noch gut nachvollziehbar: Wer einmal fast gestorben wäre, der neigt schon mal dazu, alles Bisherige in Frage zu stellen und etwas Neues zu versuchen. Der Wunsch nach einem Kind ist ebenfalls in dem Kontext noch plausibel: Leben schaffen, durch Nachwuchs unsterblich werden als Reaktion auf eine Nahtoterfahrung.“
Oliver Armknecht für film-rezensionen.de

„Das blendende Weiß dieser unwirklichen Gegend; das neblige Blau jenes Morgens, an dem Simone dem Tod von der Schippe springt; die coolen, kantigen Schnitte, mit denen Regisseur Denis Villeneuve die sprunghaft gesteigerte Empfindsamkeit seiner Heldin spiegelt – all dies zeugt vom Willen, einen optisch geschliffenen Film zu drehen. Dagegen fällt die Story nach der mysteriös-faszinierenden ersten halben Stunde ab.“
Cinema


Trailer