MAELSTRÖM: Hör auf die Stimme des Fisches

Marie-Josée Croze als Bibiane in Denis Villeneuves Film MAELSTRÖM © 2000 Maxfilms / Alliance Atlantis

Marie-Josée Croze als Bibiane im Film MAELSTRÖM © 2000 Maxfilms / Alliance Atlantis

Folge 1428 – Immer wieder überrascht uns Villeneuves Tragikomödie MAELSTRÖM. Die Geschichte windet sich und wendet sich anders, als wir es erwartet hatten. Es geht um das Leben einer privilegierten jungen Frau, das aus eigener Schuld aus den Fugen gerät. Sie strandet in der Realität und weiß nicht, welches Schicksal auf sie wartet. Villeneuve bettet die Geschichte ein in groteske und märchenhafte Elemente (der sprechende Karpfen), experimentiert mutig, spielt mit Farben und dem Verzicht auf Farben, mit Wasser und Meer, mit Close Ups und einer Erzählerstimme, die Götz sehr stark an Godard und die Nouvelle Vague erinnert. Sehr eigen, sehr sehenswert, aber noch keine klare Filmsprache. Vielleicht ist das der Grund, warum Villeneuve nach Maelström fast zehn Jahre pausiert. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Kristin, Katharina, Götz und Thomas.


Folge 1428
Unser erster Eindruck von MAELSTRÖM direkt nach dem Kino
Länge: 10:18


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2000 Maxfilms / Alliance Atlantis
Musik: Johannes Klan


Maelström
Kanada 2000, 87 Min., Buch und Regie: Denis Villeneuve


Andere Meinung

„Überhaupt ist das alles in Maelström nicht voneinander zu trennen: Leben und Tod sind ebenso untrennbar miteinander verbunden wie das Erzählen von Geschichten. Alles ist Teil eines Kreislaufes, der dazu bestimmt ist, sich wieder und wieder zu wiederholen. Dabei bleibt jedoch offen, ob das nun gut oder schlecht ist. Ob diese Wiedergeburt etwas Tröstliches ist oder doch Ausdruck eines Fluches.“
Oliver Armknecht für film-rezensionen.de


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