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DER DUNKLE TURM: „… hat das Gesicht seines Vaters vergessen“

Der dunkle Turm © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH


Spannend, düster, geschmackssicher und ein phänomenaler Cast: „Der dunkle Turm“ ist konsequentes und gekonntes Genre-Kino, das Spaß macht. Und der einzige Film, in dem Excalibur nachgeladen wird :-) Das hatten wir nicht erwartet, denn Stephen King-Verfilmungen haben nicht den besten Ruf: Soviele sind vermasselt worden, dass man darüber die gelungenen Filme (Carrie, Shining, Die Verurteilten, Stand By Me etc.) vergisst. Im Podcast direkt nach dem Kino sind Tom und Thomas ziemlich begeistert und reden über den Leibhaftigen, den MacGuffin des Films und die Monster aus dem Feuer.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Der dunkle Turm (The Dark Tower)
USA 2017, 95 Min., Regie: Nikolaj Arcel


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Eine wichtige Voraussetzung ist nicht nur Unkenntnis über die Bücher, sondern auch die Fähigkeit, Dinge, Motivationen und Ereignisse ohne jegliche oder nur hauchdünne Erklärung akzeptieren zu können. Das Tempo, ungebremst von solch störenden Dingen wie Erklärungen, ist brutal. Aber irgendwie ist das trotzdem recht unterhaltsam. Was vor allem an Idris Elba liegt, dessen Revolvermann das Highlight von Der dunkle Turm ist. Toll an seiner Seite: Tom Taylor als Jake, dessen Shine (wie gesagt, nicht fragen!) so stark ist, dass er allein den Turm zum Fallen bringen könnte. „
Leatitia für Blugadgets

„Denn abseits der grotesk lächerlichen Geschichte, die keinen Handlungsfaden glaubhaft integrieren kann, leistet die Produktion professionelles Entertainment in allen Sparten. Idris Elba („Bastille Day“) als Revolverhelden, Newcomer Tom Taylor als Jake und Matthew McConaughey („Interstellar“) als Fiesling schaut man gerne beim Duell magischer Klischees zu.“
Thorsten Krüger für komm & sieh

„Der Film ist zu kurz, um die Welt zu zeigen und sich hineinzuleben. In den ersten zwanzig Minuten probiert er es zwar, aber es haut einfach nicht hin. Die hastig abgespulten Actionszenen sorgen danach für ein komplett unrundes Editing. Im ganzen Film lebt dieser Widerspruch: Es ist diese lange Reise, der Film ist aber so kurz. Es geht um so viel, das Finale findet in einem Gang statt. Die Welt ist so reich an Mythologie und Gravitas, die kurzen Blicke darauf wirken aber unpassend. Es ist ein unbefriedigendes Gefühl Der Dunkle Turm zu schauen. Klar, bei einem Budget von 60 Millionen kann man sich nicht so viel erwarten, aber die Effekte wirken platt, der Turm lieblos und die Sets reduziert.“
Patrick für flip the truck