DR. STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS – Es passiert zu viel und es geschieht zu wenig

Dr. Strange in the Multiverse of Madness © Sony


Nachdem wir SPIDER-MAN: NO WAY HOME nachgeholt hatten, ging es ins Kino, um DR. STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS zu sehen. Regie: Sam Raimi. Das versprach klassische Horrorelemente, die es mitunter auch gab, aber Sam Raimi hat dem Film nur stellenweise seinen Stempel aufgedrückt. Insgesamt ist es ein typischer Vertreter der aktuellen MCU-Phase: Viel Handlung, viele Figuren, viele Zusammenhänge, viele Anspielungen, vielleicht alles etwas viel für einen Film. Der wie immer charismatische Benedict Cumberbatch darf gleich mehrere Versionen des Dr. Strange spielen, denn es öffnen sich die Tore zwischen den Multiversen.

America Chavez, eine sympathische junge Dame, kann Portale öffnen und nutzt diese Fähigkeit, um vor einem Monster zu fliehen, dass der Dr. Strange unserer Welt aufhalten kann. Dr. Strange wendet sich an Wanda Maximoff, bzw. Scarlet Witch und es entspannt sich ein dramatischer Ablauf um das Zauberbuch Darkhold, um Wandas Kinder Tommy und Billy, um die Zauberburg Kamar-Taj, Wong und Traumwandeln, um Baron Mordo und sein Sanctum Sanctorum, um Polykarbonat-Gefängnisse, um Christine Palmer und die Illuminati (Captain Carter, Black Bolt, der König der Inhumans, Captain Marvel alias Maria Rambeau, Reed Richards alias Mister Fantastic und Professor Charles Xavier). Was das mit dem Buch von Vishanti, dem Zaubertempel auf dem Berg von Wundagore und der Zombieversion von Strange aus Erde 838 zu tun hat, wird im Film erklärt, Man muss nur genau aufpassen. Vor allem auf die Mid-Credit-Szene mit der mysteriösen Frau namens „Clea“.

Im Podcast direkt nach dem Film versuchen Tom und Tom das unübersichtliche Überangebot zu sortieren. Und eines wird klar, auch die sehr guten Elemente des Films leiden massiv darunter, dass es noch 417 andere Elemente gibt. Das Ergebnis: cineastisches Sodbrennen. Der sehenswertere Multiversumsfilm ist dann doch EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE. (Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis die Daniels einen MCU-Film angeboten bekommen.)


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild © Sony Pictures Entertainment Deutschland
Musik von Johannes Klan


Dr. Strange in the Multiverse of Madness
USA, 2022, 126 Min., Regie: Sam Raimi


Trailer