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„Sully“: Sehnsucht nach Helden

Tom Hanks in "Sully" © 2000-2016 Warner Bros. Pictures Germany


Sehr spannend – vor allem, wenn man bedenkt, dass wir alle ja wissen, wie die Geschichte ausgeht. Clint Eastwoods „Sully“ irisiert zwischen Spielfilm und Doku, findet vor allem eine gute Dramaturgie, um die Geschichte zu erzählen. Tom Hanks ist die perfekte Besetzung, auch Aaron Eckhart überzeugt sehr als Co-Pilot. Thomas stört sich am Ende allerdings sehr an der Pathos-Überdosis im Abspann. Direkt nach dem Kino am Mikrofon: Katharina P., Tom und Thomas


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Sully
USA 2016, 96 Min., Regie: Clint Eastwood


Andere Menschen,
andere Meinungen

„Eastwood war aber sichtlich daran gelegen, Mensch gegen Maschine gegenüberzustellen und aus Sullenbergers Sicht zu erklären, warum eben doch kein Verlass auf Simulationen und Technik ist. Auch ohne dramaturgische Achterbahnfahrten (wenn man den Absurz selbst einmal ausklammert) folgt man dem Geschehen weitestgehend gespannt.“ Sebastian Stumbeck für moviebreak.de

„Jede Sekunde nimmt man Hanks den innerlich aufgewühlten Piloten ab, der mit den Folgen seiner Rettungsaktion hadert. Momente starker Unruhe – Sully beginnt etwa mit einem Absturz-Albtraum, der an die Terroranschläge vom 11. September denken lässt – werden mit präzisem Mienenspiel und einem Anschwellen der Geräuschkulisse eingefangen, hätten aber ruhig noch häufiger in den Blick geraten dürfen.“ Christopher Diekhaus für kino-zeit.de

„Männliches Charisma steht gegen entfremdetes Establishment, Bild scharf, Klavier zart: Eastwood-Klassik wie in „Flags of Our Fathers“ und und und. Plot und Abspann sagen: Heroisch ist auch das kooperative Kollektiv – Passagiere mit Katastrophenfilmflair und Airlinepersonal mit Seele (weiß), Rescue Workers in Uniform (Latino und schwarz), Taxler und Standlerin am Rand des Geschehens (indisch).“ Drehli Robnik für filmgazette.de

„Es ist eigentlich absurd, dass sich ausgerechnet Clint Eastwood nach einem menschenverachtenden Machwerk wie American Sniper nun auf die Suche nach Menschlichkeit im Heldentum begibt.“ Matthias für dasfilmfeuilleton.de

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