Indie Jazz vom Allerfeinsten


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 7.Februar 2010

gaaabeJazztageIn der letzten Folge von
“gAAAbe – Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz”
:
Sandie Wollasch von Triband.

Für mich war Triband die zweite große Entdeckung auf den Jazztagen. Musikalisch liegen die vier Musiker zwischen Jazz, Trip Hop, Soul, Pop und Rock. Also irgendwie zwischen allen Stühlen. Daher haben sie sich ein eigenes Etikett gegeben, so Sängerin Sandie Wollasch:

“Es stimmt, es gibt keine Schublade dafür, die du mit einem Wort irgendwie beschriften kannst. Wir haben uns irgendwann entschieden das Ganze ‘Indie Jazz’ zu nennen.”

Was es genauer mit dem Begriff Indie Jazz auf sich hat, wer die anderen drei Mitglieder von Triband sind und warum Björks Geist auf der Platte mitschwingt, erklärt Sandie Wollasch im Interview:

 
 zwischen Jazz, Trip Hop, Soul, Pop [6:11m]: Play Now | Download

Sandie Wollasch (Foto: Gabriel Gil Croino) weiterlesen

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Wenn die Gitarre singt


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 6.Februar 2010

gaaabeJazztageHeute bei “gAAAbe – Accessing All Areas auf den Jazztagen in Mainz” spricht Gabriel mit Daniel Stelter.

Daniel Stelter ist ein vielversprechender, talentierter und sensibler Gitarrist, der nicht so gerne instrumentale Jazzplatten hört. Hört sich erst einmal seltsam an, da er selbst auch überwiegend instrumentale Stücke spielt. Aber auf Jazzalben, vor allem jenen mit Gitarre, fehlt ihm oft eine Sing-Stimme, aber nicht unbedingt eine menschliche Sing-Stimme:

“Was ich manchmal an Jazzplatten vermisse, ist dieser vokale Ansatz. Das haben zum Beispiel Blues-Platten oder Blues-Gitarristen, die haben einen ganz gesanglichen Ansatz. Das mag ich sehr gerne und das vermisse ich manchmal eben im Jazz. Da geht es auch um eine andere Geschichte. Aber ich mag es, wenn die Gitarre einfach ’singen’ kann.”

gAAAbe backstage mit Daniel Stelter (rechts, Foto: Gabriel Gil  Croino)

Dass Daniel Stelter seine Gitarre zum Singen bringen kann, beweist er eindrucksvoll bei seinen Auftritten und auf seiner CD “Homebrew Songs” (Herzog, 2009). Im Interview erzählt er außerdem, warum der Rhein in seinem Leben eine wichtige Rolle spielt, wie sich sein aktuelles Album anhört und warum Studio-Musiker so etwas wie Schauspieler sind:

 
 Stelter und Band [3:47m]: Play Now | Download

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Musizieren mit schwedischen Couchtischen


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 5.Februar 2010

gaaabeJazztageHeute bei
“gAAAbe- Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz”
:
Blue Snow.

Als ich im Programmanheft die Beschreibung “Mallet-Duo kommt mit Marimba- und Vibraphon als Hauptinstrumente” gelesen habe, dachte ich: “Nein, das muss nicht sein”. Das mag ein ignoranter Gedanke sein, aber die Ankündigung hört sich nun einmal nicht sexy an.

Das ist in diesem Fall wirklich schade, weil die beiden Musiker Urs Wiesner (links im Bild) und Ruud Wiener an ihren “Hauptinstrumenten” eine abgefahrene Show liefern und dabei unfassbar kreativ und humorvoll sind. So steht zum Beispiel ein kleiner Couchtisch, namens Lack, einer großen schwedischen Möbelfirma, auf einmal im Rampenlicht des Konzerts. Ruud Wiener erzählt, wie es dazu kam:

“Der Tisch stand zufälligerweise bei Urs, in seinem Proberaum. Dieser Tisch hat einen Hohlraum und dadurch eine gut Akustik. Ich habe angefangen darauf zu spielen und wir haben dann ein Mikrophon darunter geklebt.”

Die billige Bauweise der Schweden hat also auch sein Gutes. Im Interview erklärt Ruud Wiener außerdem, was alles im Vibraphon steckt, wie vielseitig es ist und woher die Ideen für ihre Musik kommen:

 
 Mallet-Duo [6:04m]: Play Now | Download

Blue Snow: Urs Wiesner & Ruud Wiener (Foto: Gabriel Gil  Croino)

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Heute schon Electro Acoustic Loop Pop gehört?


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 4.Februar 2010

gaaabeJazztageIn der aktuellen Folge von
“gAAAbe – Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz
”
das Duo 2 Fishes In The Big Big Sea.

Auf Jazztagen gibt es natürlich meistens Jazz in allen möglichen und unmöglichen Ausrichtungen zu hören, logisch. Aber manchmal ist die eine oder andere Band dabei, die keinen Jazz spielt, dafür aber so abgefahrene Musik macht, dass sie bestens vom Jazzpublikum angenommen wird. Das war der Fall bei 2 Fishes In The Big Big Sea. Der Bassklarinettist der 2 Fishes, Christian Schatka, möchte aber auch ganz bewusst kein Jazzer sein:

“Ich bin eher ein Rock- oder Popmusiker. Ich komme von der Singer-Songwriter- und textbezogenen Musik her, und nicht so sehr von diesem Modern-Mainstream-Jazz-Gefrickel-Viele-Noten – so lieber nicht. Lieber melodiöse Musik, ein bisschen etwas Verrücktes und Eigenes machen und dabei rumexperimentieren.”

2 Fishes selbst nennen ihren Stil “Electro Acoustic Loop Pop”. Was das genau ist, wie er zustande kommt, welche Einflüße in ihrer Musik eine Rolle spielen und warum sie nicht theatralisch sein wollen, erzählen die beiden Fische Christian Schatka und Samirah Al-Amrie im Interview:

 
 Im großen, großen Meer [8:58m]: Play Now | Download

Christian Schatka (Foto: Eternal Sunshine)
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Ein Kommentar




Jazz und der Reiz der Freiheit


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 3.Februar 2010

gaaabeJazztageIn dieser Folge von
“gAAAbe – Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz”
:
Spaniol4.

Nach der 20-köpfigen Phoenix Foundation und dem abgefahrenen Duo FrauContraBass, nun ein Quartett in “klassischer” Jazzbesetzung mit Saxophon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug.  Spaniol4 nennen sich die vier Musiker, die einen Stil zwischen Jazztradition, Moderne und zeitloser Eleganz entwickelt haben. Das ging nur, weil sich Jazz von anderen Stilen durch die vielen Freiräume unterscheidet, so Frank Spaniol:

“[Jazz] bietet immer die Möglichkeit einer Idee nachzugehen: Wenn man während des Songs das Gefühl hat, dass das Publikum so eine Energie hat, muss immer der Spielraum dasein, darauf zu reagieren und in vielen Bands aus dem Popbereich ist das zu 99,9 Prozent festgelegt, wie das sein soll. Da gibt es bestimmte ästethische Ideale und ich glaube, dass da bei uns die Bandbreite einfach größer ist. Die Musik hat mehr Leben und das ist, was Jazz ausmacht.”

Und diese Freiheit macht es auch so reizvoll, Jazz im Allgemeinen und Spaniol4 im Speziellen zu hören.

Welche Projekte die vier Jungs noch haben, wie wichtig Sound ist und wann es das Quartett wieder live zu sehen gibt, verraten Saxophonist Frank Spaniol und Bassisst Markus Bodenseh im Interview:

 
 Jazz und Freiheit [7:24m]: Play Now | Download

Frank Spaniol (Foto: Eternal Sunshine)

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In Stevie Wonder we trust


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 2.Februar 2010

gaaabeJazztageIm zweiten Teil der Reihe
“gAAAbe – Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz”

stellt Gabriel das Duo FrauContraBass vor.

Auf die Frage, welcher Künstler sie in der Jugend am meisten prägte, antwortet die Sängerin Katharina Debus:

“Stevie Wonder und Connie Francis (lacht), mit der bin ich aufgewachsen – leider. Nee, Quatsch. Stevie Wonder ist so ein Typ, den kann ich einfach immer hören. Wahrscheinlich könnte man einen ganzen Abend nur mit Stevie Wonder-Songs machen und es würde nicht langweilig werden.”

Stevie Wonder in allen Ehren – aber die außergewöhnliche Mischung, die das Duo im Repertoire hat, ist auch so alles, nur nicht langweilig. Die beiden covern überwiegend Songs aus verschiedenen Genres und Epochen. Da hört man den Chartbreaker von Britney Spears neben dem Cole Porter-Klassiker oder einem Hit von Udo Lindenberg in einzigartigen Fassungen.

Wie sie die Lieder ausarbeiten, warum Heino heute keine Rolle in ihrer Musik spielt und wie sie zu ihrem fantastischen Sound kamen, das erklären die beiden Musiker von FrauContraBass am besten selbst. Hier das Interview:

 
 FrauContraBass [5:47m]: Play Now | Download

Hanns Höhn (Foto: Gabriel Gil Croino)Ich muss zugeben, dass ich vor dem Auftritt von FrauContraBass skeptisch war. Nur ein Kontrabass und Gesang? Hmm, hört sich nicht so spannend an. Aber weit gefehlt. Die beiden sind außerordentliche Musiker, die gut miteinander harmonieren und eine tolle Show abliefern.

Hanns Höhn beherrscht sein Instrument, das erkennt selbst ein Laie. Er lässt den riesigen Kontrabass mal leichtfüßig, mal behäbig, mal rhythmisch-treibend, mal traurig-melancholisch klingen – je nach Stimmung in den Liedern. So ist der Bass in “Seven Days in Sunny June” (Originalversion von Jamiroquai) zum Beispiel funky und lässig. Dabei hat er nicht die Rolle des klassischen Begleitinstruments, das nur im Hintergrund agiert, sondern steht gleichberechtigt neben der fantastischen Sitmme von Katharina Debus.

In der Coversion von Udo Lindenbergs Hit “Ich liebe dich überhaubt nicht mehr” hingegen, schafft Höhn mit mit seinem reduzierten Spiel eine unglaublich dichte Atmosphäre, die Debus’ Stimme trägt und unterstreicht. weiterlesen

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Mit Lars Reichow unter der Dusche


Ein Beitrag von Gabriel, abgelegt unter Interview, Musik, Podcast, gAAAbe Accessing All Areas am 1.Februar 2010

Gabriel startet die Reihe
“gAAAbe – Accessing All Areas
auf den Jazztagen in Mainz”
.

Den Anfang machen die Phoenix Foundation mit Lars Reichow: Der Mainzer Kabarettist und der Leiter der Bigband, Frank Reichert, haben mir erzählt, wie die Kooperation, bei der eine Dusche eine wichtige Rolle gespielt haben soll, zustande kam.

Lars Reichow erklärt:

“Das klingt ja wie im Swingerclub. Wir waren im Freibad (…), ich habe geduscht und da kam er (Anm. Frank Reichert) plötzlich. Es war so eine Außendusche, es war jetzt keine sehr intime Atmophäre, es waren ja noch andere Leute im Schwimmbad. Da haben wir unter der Dusche uns darüber unterhalten.”

Außerdem berichtet Lars Reichow von der Arbeit mit den jungen Talenten und warum er Désirée Nick in Wien über die Bühne werfen darf:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Lars Reichow im Interview mit gAAAbe (Foto: Eternal Sunshine)

Im zweiten Teil des Interviews erzählt Frank Reichert seine Version von den Ereignissen im Freibad und erklärt, was die Phoenix Foundation genau ist:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Reichert leitet das Jugendjazzorchester seit 1998. Unter seiner Leitung hat es nicht nur die Kooperation mit Lars Reichow und der Band gegeben, sondern auch mit Größen wie dem amerikanischen Jazz-Trompeter Terrell Stafford, den NDR-Bigband-Musikern Dieter Glawischnig und Claus Stötter und anderen mehr . weiterlesen

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