Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Groundhog-D-Day („Edge of Tomorrow“)

© 2014 Warner Bros. PicturesSchon sehr lange hat sich kein Science-Fiction-Action-Blockbuster mehr so richtig angefühlt wie „Edge of Tomorrow“. Einfache Grundidee: die Zeitschleifengeschichte aus „Und ewig grüßt das Murmeltier“ als Hard-Military-SF. Der schmierige Werbe-Manager Cage (Tom Cruise) macht Propaganda für die United Defence Force – die gemeinsame Armee der Menschen gegen die übermächtigen, außerirdischen Mimics. Das letzte Aufbäumen der Menschheit gegen die Außerirdischen steht als neuer D-Day vor der Tür.

Und da verschlägt es Feigling Cage an die Front, wo er stirbt, am Tag vor der Schlacht wieder erwacht, wieder kämpft, stirbt und wieder am Tag vor der Schlacht aufwacht, kämpft, stirbt, am Tag vor … und ganz langsam lernt er dazu und verändert sich – vor allem mit Hilfe der Kriegsheldin und „Full Metal Bitch“ Vrataski (Emily Blunt). Regisseur Doug Liman hat es drauf: die Optik stimmt, das Timing, der trockene, lakonische Humor – alles genau richtig dosiert, von allem genug, von nichts zuwenig. Im Podcast reden wir aber auch über die problematische Bewegungsunschärfe, die bei den Actionsszenen in 3D nicht zu übersehen war …

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
(Direkter Download der Episode über rechte Maustaste)

Edge of Tomorrow
USA 2014, 114 Min., Regie: Doug Liman

Andere Blogger, andere Meinungen

Sven (Cinekie.de) bringt es auf den Punkt – die Mischung stimmt:

„“Edge Of Tomorrow” erinnert nicht nur thematisch an eine Mischung aus “Und täglich grüßt das Murmeltier” und “Starship Troopers”, er bewegt sich auch qualitativ auf einer ähnlich hohen Stufe. Doug Limans (“Die Bourne Identität”, “Mr. & Mrs. Smith”) neuester Streich bietet eine interessante und erstaunlich schlüssige Geschichte, gelungene Effekte und (für 3D bereits einen Tick zu) rasant inszenierte Action. Auch Humor und Tragik kommen nicht zu kurz, sind aber wohl dosiert und stets passend in das Geschehen eingebunden.“

Die beste Kritik/Analyse, die ich zu „Edge of Tomorrow“ finden konnte, hat Christian in seinem Blog Cellurizon geschrieben:

„Während des ausgiebigen Wiederholungslaufes in der Mitte des Films verwebt Liman Cages repetitives Sterben perfekt als Humor- und Action-Gimmick, findet immer den exakten Absprungspunkt, um die Handlung zu variieren und die Figuren weiterkommen zu lassen, ohne ihre Entwicklung zu überhasten.“

Und schließlich haben sich die Podcaster  Silver Screen Snobs mit „Edge of Tomorrow“ auseinandergesetzt.

Update

Weitere Linktipps rund um „Edge of Tomorrow“: Bei Ryan Lambie von „Den of Geek!“ geht es darum, wie sich zukünftig „Stand alone“-Genre-Blockbuster wie „Edge of Tomorrow“ im Wirtschaftsbetrieb Hollywood durchsetzen können. | Lukas Foerster setzt bei „Dirty Laundry“ in seiner Filmkritik zu „Edge of Tomorrow“ Opferbereitschaft mit Faschismus gleich, hat mir jetzt nicht wirklich geholfen, den Film besser zu verstehen …