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#Japanuary2020 Nr.7 – THE CALL OF ZON – Zon kara no messeji (Nippon Connection 2019)

SchönerDenken auf NipponConnection 2018The Call of Zon


Die Idee hat uns als Science-Fiction-Freunde interessiert: Eine Stadt liegt unter einer undurchdringlichen Glocke – über Jahre abgeschlossen vom Rest der Welt. So viele menschliche Dramen lassen sich in diesem Szenario zuspitzen und erzählen. Wir freuten uns auf irgendwas wie STALKER, DIE WAND, ZARDOZ oder DER HERR DER FLIEGEN. Nichts davon. Der Film will ein bisschen Philosophie sein, ein bisschen Drama, ein bisschen Experiment, ein bisschen Meta – aber er findet keine Aussage, keinen Rhythmus und kein Ende. Das Beste war der Moment, in dem ENDLICH der Abspann kam. Gesehen spät in der Nacht auf Nippon Connection 2019, ernüchtert am Mikrofon direkt nach dem Film: Hendrik und Thomas. Unser siebter Beitrag zum #Japanuary2020.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

The Call of Zon (Zon kara no messeji)
Japan 2018, 117 Min., Regie: Takuji Suzuki


Und das sagt Nippon Connection über THE CALL OF ZON:

Seit 20 Jahren ist die Kleinstadt Yumetoi von der Außenwelt abgeschnitten. Ein mysteriöses Phänomen namens „Zon“ liegt wie eine Glocke über der Stadt. Doch was befindet sich jenseits von „Zon“? Führt „Zon“ in eine andere Dimension, in eine andere Welt? Diese Fragen beschäftigen nicht nur den jungen Ippo und seine Freundin Remi. Auch Ninomiya und Kantaro beschließen, sich auf die Suche nach ihrem Freund Tamura zu machen, der seit Jahren in „Zon“ verschollen ist. Takuji SUZUKIs experimenteller Science-Fiction-Film besticht durch seine surreale Atmosphäre, die durch die eigentümliche Kombination aus digitalen Bildern und analogem Filmmaterial noch verstärkt wird.

Über den Regisseur
Takuji SUZUKI wurde 1967 in der Präfektur Shizuoka geboren. Er begann bereits in der Highschool 8mm-Filme zu drehen. Mit seinem Kurzfilm NIJI (1987) gewann er beim PIA Film Festival den Special Award der Jury. Danach wirkte er in zahlreichen Filmen als Schauspieler mit, drehte aber auch weiterhin eigene Filme, darunter sein Langfilmdebüt I AM A CAT STALKER (2009) sowie THE WIFE OF GEGEGE (2010), A BAND RABBIT AND A BOY (2013), JOGGING WATARIDORI (2016) und RANDEN (2018).