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To Kill the Fucking Boogeyman: „John Wick“

© STUDIOCANAL

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John Wick ist nicht mehr im Geschäft. Aber er hat einen legendären Ruf. Und es sind die charmantesten Momente, in denen der riesige Respekt inszeniert wird, den alle Killer, Mafiapaten und Polizisten John Wick erweisen. Der zweite Bonuspunkt ist der besondere Stil der Action-Choreographie: Alles, was John Wick tut, ist auf Effizienz ausgerichtet, schnell, hart, auf Nummer Sicher. Wenn man schon anderthalb Stunden Keanu Reeves beim Menschentöten zuschaut, dann wenigstens ohne unrealistische Tanzkampfunverletzlichkeitsfantasien. Was aber fehlt, besonders im letzten Drittel: Spannung. Darüber und über die großartigen Nebendarsteller diskutieren Peter und Hendrik und Tom und Thomas streiten, welche Messlatte man an den Film anlegen darf.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

John Wick
USA 2014, 101 Min., Regie: Chad Stahelski und David Leitch

Andere Menschen,
andere Meinungen

Björn Helbig (kino-zeit.de) lobt die Ästhetik, aber schaut auch dahinter: „Doch hinter dieser Oberfläche, auf der sich das ästhetisierte Töten dem Zuschauer zu stampfenden Beats anbiedert: gähnende Leere. Die Lust am Kopfschuss füllt dieses Vakuum leider nur unzureichend. Ebenso Keanu Reeves, obwohl er als Actionheld nach wie vor eine fantastische Figur macht.“

Christian Hoja (cellurizon.de) hat erkannt, das es sich im Grunde um ein Rache-Märchen handelt: „Einfallsreich entbinden die Macher den Film vom Wirklichkeitsabgleich, die Welt von „John Wick“ hat etwas kindliches oder zumindest unerwachsenes, wie wenn es im Spiel mehr um coole Ideen und nicht um die bürokratisierte Realität geht und ob oder wie sich diese coolen Ideen darin umsetzen lassen. Reicht dafür die echte Welt nicht, macht man sich eben eine eigene.“