ANY CRYBABIES AROUND? (Nippon Connection 2022) feat. DieMelanie und Malte


Ein Entwicklungsroman ohne Entwicklung? Tasuku ist überfordert, seine Freundin hat gerade ein Mädchen zur Welt gebracht und der Verantwortung scheint er nicht gewachsen zu sein. Als er sich dann auch noch beim örtlichen Maskenkult vor laufenden Kameras bis auf die Knochen blamiert, haut er ab nach Tokio. In Takuma Satos Film lernt der Protagonist aber wenig dazu und das prägt auch seine Rückkehr nach mehr als zwei Jahren … Im Podcast reden DieMelanie, Malte und Thomas übers Erwachsenwerden und über Bräuche, die niemand braucht. Nach dem Spoileralarm beschreibt Malte das durchaus spannende Ende des Films.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken


Any Crybabies Around?
Japan 2020, 108 Min., Regie: Takuma Sato


Und das sagt Nippon Connection über ANY CRYBABIES AROUND?:

Der junge Vater Tasuku lebt in der Provinz und weigert sich, Verantwortung für seine Familie zu übernehmen. Als er bei einem traditionellen Neujahrsfest betrunken und nur mit einer Maske bekleidet im Fernsehen auftaucht, wird er zum Außenseiter im Dorf. Er zieht nach Tokio und wagt erst zwei Jahre später die Rückkehr zu Frau und Tochter. Der von Hirokazu KOREEDA mitproduzierte Film von Takuma SATO ist eine genau beobachtete Mischung aus Drama und Komödie über soziale Konflikte sowie den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Für die herausragende Kameraarbeit gab es beim San Sebastian International Film Festival den Jurypreis.

Über den Regisseur

Takuma SATO, 1989 in der Präfektur Akita geboren, studierte Wirtschaft, bevor er seine Leidenschaft für den Film entdeckte. Sein erster Langfilm DON’T SAY THAT WORD (2014) wurde beim Busan International Film Festival gezeigt und gewann mehrere Preise beim PIA Film Festival. Anschließend drehte SATO verschiedene Kurzfilme, etwa BEGINNING TO BREAK HEY, HEY, HEY (2016) und STICKS AND STONES (2019). Sein zweiter Langfilm ANY CRYBABIES AROUND? (2020 / NC ’22) wurde im Wettbewerb des San Sebastian International Film Festival für die beste Kamera ausgezeichnet.