Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

Titus Andronicus – mit und ohne Fell – oder: Kann es zwei intelligente Spezies nebeneinander geben?

© 2014 Twentieth Century Fox

Das zweite Prequel „Dawn of the Planet of the Apes“ hat die Üblichen Verdächtigen wieder mit Genrefilmen versöhnt


Es gibt viel zu reden über alte Geschichten, kernige Dialoge, symphonische Filmmusik und eine Tricktechnik, die auch den regelmäßigen Blockbusterzuschauer noch aus den Schuhen haut.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Planet der Affen: Revolution (Dawn of the Planet of the Apes)
USA 2014, 130 Min,, Regie: Matt Reeves

Andere Menschen, andere Meinungen

Alex (realvirtuality) kommt wie immer vom Besonderen zum Allgemeinen – er findet, dass man bei „Dawn of the Planet of the Apes“ lernen kann, wie ein Prequel aufgebaut sein muss, um zu funktionieren:

„Den direkten Bezug findet der Film, indem er nach einem entscheidenden Moment sucht, der sozusagen die Timeline der Welt endgültig in Richtung des Originaltextes ausrichtet. Rise erforschte den ultimativen Ursprung der Apes-Saga, indem er den Moment fand, in dem die Apes-Timeline sozusagen von unserer realen abweicht. Dawn sucht den “Sündenfall”, in dem sich eine friedliebende Affen-Gemeinschaft auf den Weg macht, die kriegerische Affen-Zivilisation aus dem Ursprungsfilm zu werden.“

Auf unserer „Müssen-wir-unbedingt-noch-Hören“-Liste steht der Cinecouch-Podcast Nummero 65, der sich ganz den Affen widmet. Auf die leisen Töne macht Thomas Lenz (screen/read) aufmerksam:

„Eine besonders schöne Sequenz zeigt, wie der liebenswerte Orang-Utan Maurice (mit Sicherheit ein entfernter Verwandter von King Louie) von einem Jungen eine Graphic Novel geschenkt bekommt und sie dann gemeinsam mit ihm liest, aufmerksam, staunend und zärtlich. Hier schlägt das Herz des Films.“

Christian Hoja (Cellurizon) ist nicht wirklich begeistert, lobt aber das hohe Niveau der Tricktechnik:

„Gestik, Mimik und Zeichensprache dominieren, als hätte Reeves die Regie während dieses Auftakts an die Pixar-Jungs abgetreten, die ähnliche Kunststücke großartig in „WALL•E“ und „Up“ kreierten. Sowas hätte man jenseits eines reinen Animationsfilms noch vor zehn Jahren nicht bringen können, doch die tricktechnischen Möglichkeiten erklimmen mit „Dawn of the Planet of the Apes“ einen neuen Referenzwert und die Pixelprimaten können sich ein Echtheitszertifikat an die Eingangstore ihres Dorfes nageln.“

Nur noch Hohn und Spott gibt es bei Timo (Blockbuster Entertainment) über das zweite Prequel:

„Affen-Slapstick, Munitionsverschwendung, Soap-Gemütlichkeit, durchschaubar abzielend auf ein sensationsunterfüttertes Auge-gegen-Auge-Duell.“