Zwischen Kirk und Kafka – FilmBlogPodcast seit 2006

„Martha Marcy May Marlene“: Der Magnetismus des Wahnsinns


Vielleicht der beste Film 2012 soweit. Die Rumtreiberin Martha flieht aus einer Kommune/Sekte (Ähnlichkeiten mit der Manson-Familie sind subtil und bestimmt nicht zufällig). Sie wird von  ihrer Schwester Lucy aufgenommen. Ein neues Leben scheint aber nicht möglich zu sein – die Vergangenheit verfolgt sie und der Zuschauer fragt sich, ob Martha noch genau weiß, was real ist und was nicht. Die verschiedenen Lebensabschnitte und verschiedenen Wirklichkeiten scheinen sich in den verschiedenen Vornamen zu spiegeln … Brillant: Elizabeth Olsen und John Hawkes.

Die üblichen Verdächtigen sind sehr beeindruckt und sprechen im Podcast über brutale Initiationsriten, akzentuierte Schockeffekte, verwirrte Ichperspektiven, sanft-intensiv-dämonische Elemente, Genregrenzen, The Haunting, Nacktschwimmen, die Zerbrechlichkeit des Normalen und den unerwarteten Schluss.

Martha Marcy May Marlene
USA 2011, 102 Min., Regie und Drehbuch: Sean Durkin

Andere Meinungen

Der Kineast sieht den Film genau wie wir: „Obwohl der Film keinerlei explizite Szenen hat, ist die ganze Zeit eine schwer zu erfassende Bedrohung zu spüren. Der ganze Film spannt unglaublich an. Ohne jeden Grund steigt der Puls und die Hände werden schwitzig und während des Liedes „Marcy’s Song“ bekommt man eine Gänsehaut.“

Quelle: SchönerDenken