TRAIN DREAMS: Die Farben von Liebe und Vergänglichkeit

Felicity Jones und Joel Edgerton in TRAIN DREAMS © 2026 Black Bear / Kamala Films / Netflix

Felicity Jones und Joel Edgerton in TRAIN DREAMS © 2026 Black Bear / Kamala Films / Netflix

Folge 1387 – Wo gehöre ich hin? Was ist der Sinn meines Lebens? Wie lebe ich weiter, wenn ich einen großen Verlust erlitten habe? Das sind die Fragen, die sich der Holzfäller Robert (Joel Edgerton) stellt. Erst als Gladys (Felicity Jones) in sein Leben tritt, fühlt er sich nicht mehr verloren. Aber es geht nicht nur um die Vergänglichkeit des eigenen Lebens sondern auch um den Abschied von der alten Welt, die noch präsent ist, als Robert zu Beginn Bäume fällt und die verschwunden ist, als Robert am Ende einen Menschen im Weltall sieht. Regisseur Clint Bentley und sein Kameramann Adolpho Veloso nehmen uns mit ein Leben voller harter Arbeit, großer Natur und kleinem Glück. Ein optisch herausragender Film, der auf künstliches Licht verzichtet und ein berührender Film, gerade wo er Liebe zeigt. Einen Wermutstropfen stellt der Erzähler dar, der zu oft als Stimme aus dem Off aus der Novelle zitiert – da gerät der Film unversehens zu einem bebilderten Hörbuch und wird in diesen Stellen manchen Zuschauer auf Distanz halten. Direkt nach dem Film sprechen wir über Zeitsprünge, Geister und Töchter. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna und Thomas.


Folge 1387
Unser Eindruck direkt nach dem Film von TRAIN DREAMS
Länge: 17:24


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: © 2026 Black Bear / Kamala Films / Netflix
Musik: Johannes Klan


Train Dreams
UK 2025, 109 Min., Regie: Clint Bentley
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Denis Johnson


Trailer