VIOLENT NIGHT: „Das meiste machen die Rentiere“

David Harbour als Santa Claus in VIOLENT NIGHT © 2022 Universal Studios

David Harbour als Santa Claus in VIOLENT NIGHT © 2022 Universal Studios


David Harbour hat uns in diesen Film gelockt und er ist großartig. David Harbour, nicht der Film. Einige Pointen kommen sehr gut, gerade auch die aus DIE HARD und HOME ALONE geklauten Gags. Aber aus der vielversprechenden Prämisse wird nicht herausgeholt, was möglich gewesen wäre – vor allem der Spagat zwischen zu süßer Weihnachtsromantik und expliziter Gewalt lässt Tom und Thomas direkt nach dem Kino fragen: Für welche Zielgruppe ist der Film gedacht? Die Idee stammt von den Drehbuchautoren Pat Casey und Josh Miller schon aus den 1990er Jahren: Der Pitch unter dem Titel DIE HARD SANTA war bestimmt überzeugender als der Film. Nach vier Weihnachtsbier kann man bestimmt über die Schwächen hinwegsehen und sich ganz auf David Harbour konzentrieren. Denn der ist Sahne. Wie immer.


Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken
Bild: David Harbour als Santa Claus in VIOLENT NIGHT © 2022 Universal Studios
Musik: Johannes Klan


Violent Night
USA 2022, 112 Min., Regie: Tommy Wirkola



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Andere Meinung

„Das sadistische Schlachten sozialer Außenseiter, unterbrochen von wertkonservativem Weihnachtskitsch, macht den unebenen Mix aus Home Invasion, Holiday Comedy und Fantasy-Familienfilm zu einer republikanisch radikalisierten Erwachsenenversion des mehrfach referenzierten Home Alone. Dessen kindliches Klassenkampf-Szenario brutalisiert Wirkolas Legitimierung elitären Egoismus, kriegstreiberischer Korruption und scheinheiliger Sentimentalität. Merry WASP-mas,“
Lida Bach für pressplay.at


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