FilmPodcast zwischen Kirk und Kitano

Das kybernetische Kammerspiel des Herrn Garland oder Der Engel der Vernichtung

© 2015 Universal Pictures Germany



Wir haben noch ein paar Jahre, wahrscheinlich Jahrzehnte, bis komplexe, künstliche Intelligenzen die Welt verändern werden. Die Science-Fiction setzt sich gerne mit diesem Szenario auseinander. Im Kino hat das noch keiner so gut gemacht wie Alex Garland in seinem Regiedebüt „Ex Machina“. Er konzentriert sich in der Handlung konsequent auf das Wesentliche: im Grunde drei Menschen in zwei Räumen, Mensch oder nicht, Leben oder Tod, Zukunft haben oder Vergangenheit sein. Das Casting perfekt, vor allem mit der schon schmerzhaft schönen Alicia Vikander, das Set Design perfekt, die Musik perfekt. Vor allem aber gelingt es Garland, mit einem minimalen Aufwand den Zuschauer maximal zu erschüttern. Filmgeschichte, nichts weniger.

„One day the AIs are going to look back on us the same way we look at fossil skeletons on the plains of Africa. An upright ape living in dust with crude language and tools, all set for extinction.“

Die vier Üblichen Verdächtigen geben alle nach dem Film ohne Zögern die höchste Punktzahl 10. Zum ersten Mal.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 

Ex Machina
GB 2015, 108 Min., Buch und Regie: Alex Garland

Andere Menschen,
andere Meinungen

Lesenswert die Gedanken von Lucas Barwenczik (kinomensch) zu „Ex Machina“: „Alicia Vikander hat die anspruchsvollste Rolle des Films: Sie muss die verschwimmenden Demarkationslinien zwischen Mensch, Maschine und Mensch-Maschine in Gesten und Sprache ausdrücken. In ihrer Ava vereinen sich zwei Kernfragen des Films: Zum einen die eingangs erwähnte nach der Menschlichkeit als programmierbares Auslaufmodell, andererseits, die nach weiblicher Identität als männliches Konstrukt.“

Christopher Diekhaus (kino-zeit.de) hat ebenfalls hingeschaut und ist sich sicher: „Was für sich genommen schrecklich theoretisch klingt, ergibt dank vortrefflicher Darstellerleistungen, kühl-visionärer Szenenbilder, gut platzierter Wendungen und einer manchmal verstörenden Musikuntermalung einen Film, der durchaus das Zeug zum Klassiker hat.“



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