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Das Märchen vom schwarzen Schaf „Chappie“ (elektronisch)

© 2000-2015 Sony Pictures Releasing GmbH


Kaum sind wir aus dem Kino bilden sich zwei Fronten: Tom und Harald winken ab: „Chappie“ gescheitert, ärgerlich, enttäuschend. Für Hendrik und Thomas aber ist Neill Blomkamp ein wunderbares, komisches Technomärchen gelungen.

Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) 


Chappie
USA/MEX 2015, 120 Min., Regie: Neill Blomkamp


Andere Menschen,
andere Meinungen

Robin Schröder (Mise en cinema): „Auch wenn das Drehbuch sicher nicht die größte Stärke von Chappie ist und die Rollen von Sigourney Weaver und Hugh Jackman austauschbar genug sind, um nicht mit großen Namen besetzt sein zu müssen, macht Blomkamps dritter Science-Fiction-Streich ordentlich Spaß, von den komödiantischen Augenblicken um Chappies Lernprozess, bis hin zum großen Action-Showdown, der die Stadt in gewaltiges Chaos zu stürzen droht.“

Jan Noyer (Kuleschow-Effekt) schaut genau hin und findet Stärken und Schwächen: Chappie ist ein plakativer Film, keine Frage. Subtilität ist nicht gerade seine Stärke und dennoch funktioniert das Ganze doch erstaunlich gut, trotz einer ganzen Palette an geradezu dreisten Ungereimtheiten (die bloße Darstellung der Erschaffung künstlicher Intelligenz beispielsweise, die Tatsache, dass die Roboterfirma das mieseste Sicherheitssystem der Welt hat oder auch, dass Deon Chappie einfach den Gangstern überlässt und unbehelligt nach Hause fährt – weil die Gang es ihm so gesagt hat).“

Wer einen Film wie „District 9“ erwartet hatte, wird enttäuscht sein. Das zeigt sich bei Niels Stiefeling (tarankino): „Keine Katastrophe wie “Elysium”, bleibt aber trotzdem weit hinter den Wunschvorstellungen eines Werks in der Kategorie “District 9? zurück.“

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